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Thema: Dicke Dinger. Rollen fürs Big Baiten.

  1. #1
    Moderator Board-Inventar Avatar von Lusso
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    Dicke Dinger. Rollen fürs Big Baiten.

    Dann machen wir hier weiter. Es wäre sicherlich hilfreich zuerst objektive Kriterien zu erarbeiten, welche Minimalanforderungen enthalten. Dies bringt etwas Objektivität und Transparenz.
    ...and if you use this rod, you can feel everything on the bottom of a lake; everything!

  2. #2
    Sternzeichen Jungfrau Raubfischfänger Avatar von Der Fischer vom Bodensee
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    Danke Lusso, dann mache ich mal den Anfang für entsprechende BC-Rollen - weil ich davon ausgehe, dass du mit "Rollen" Baitcast-Rollen meinst.

    Da die funktional wichtigsten Fact's speziell für mögliche Neueinsteiger in diesem Bereich hilfreich sind, habe ich diese zum Einstieg (ohne lange Begründungen) als Erstes erwähnt:

    1. Voll-synchronisierte Schnurführung! (um das Wichtigste vorweg zu nehmen)
    2. Genügend Schnurfassung
    3. Gute Spulenachsbremse und Magnetbremse, zwecks Verhinderung von Spaghetti-Salat bei Werfen.
    4. Saubere Kreuzverlegung, welche parallele Schnureinschneider (Schnurklemmer) optimal verhindern.
    5. Fein dosierbare Bremse, welche über den ganzen nutzbaren Bremsbereich ohne jegliches Ruckeln auslöst.
    6. Enstsprechende Robustheit, welche für diesen harten Bereich gefordert wird.

    Bekannte Kontrahenten welche ich für diesen Zweck als diskutabel halte:

    (die genannte Reihenfolge ist völlig bewertungsfrei)

    ABU: Alte Toro's / Toro NaCl / Salty Stage (Fernostmodell)
    Daiwa: Ryoga Bay Jigging 2025
    Tailwalk: Elan Wide Power 71BL
    Okuma: Komodo KDR-364LX

    Bemerkung:
    Die Elan und die Komodo unterscheiden sich nur in wenigen technischen Details, plus in der Übersetzung, die Grundkonstruktion ist identisch unterscheidet sich vor allem im Design)

    Mit dabei wäre auch die "bewährte alte Abu Inshore 5501". Das sie aber so gut wie nicht mehr erhältlich ist und die nutzbare Bremskraft gegenüber den neusten Entwicklung etwas abfällt, halte ich die 5501 doch eher etwas für Old-Style Enthusiasten. (Bei mir ist dieses Schätzchen immer noch als Update-Rolle mit im Norwegen-Gepäck dabei)

    Sollten euch weitere Rollen bekannt sein, oder in Zukunft solche auf den Markt kommen (welche die am Anfang aufgeführten Facts erfüllen) ,bitte ergänzen.



    Gruss Fredi
    Geändert von Der Fischer vom Bodensee (25.08.2014 um 11:06 Uhr)

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Raubfischjäger
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    Wie schaut es mit der Revo beast oder der Big Shooter aus?

  4. #4
    Sternzeichen Jungfrau Raubfischfänger Avatar von Der Fischer vom Bodensee
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    Ja klar. Ich möchte aber vorsichtig sein, denn die wahre Schnurfassung hängt zu sehr von den verwendeten Geflechten und "deren ehrlichen Herstellerangaben" ab.

    Für meinen Zweck in Norwegen (auch für die Buttanglei) halte ich ca. 300m Geflecht 30Lbs für ausreichend. In meinem Fall ist es diese 30 LBS Hollow von Tigon, von welcher die Komodo oder Elan ziemlich genau 300m schluckt.
    Ich denke, mehr Schnurfassung ist folglich auch für andere Zwecke kaum nötig.

    Von meine aufgelisteten Rollen fällt die Ryoga BJ als erste ab - sie fasst bis zu einen Drittel weniger vergleichbare dicke Schnur wie die erwähnten Kontrahenten. Leider waren in meinem Fall auch die Bremseigenschaften der Ryoga, trotz ihres sehr hoch angesiedelten Qualitätsanspruch's, nicht sehr überzeugend.

    @Snakesfreak:
    Wenn die "Revo beast" oder die "Big Shooter" die gleichen Facts erfüllen wie die bereits erwähnten ABU's, dürfte es sich wie die fernöstliche Stalty-Stage um die gleiche Baufamilie, einfach mit anderen Namen und anderem Design halten. (Im besten Fall)
    Geändert von Der Fischer vom Bodensee (27.08.2014 um 16:33 Uhr)

  5. #5
    F4M-PowerSeller Board-Inventar Avatar von Boris
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    Die Revo Big Shooter ist das JDM-Modell der Revo Toro NaCl.

    Die Revo Beast scheint mir eher der Revo Big Shooter Compact (Gen3-Gehäuse) ähnlich zu sein - also eher Bass-Bigbaits. Um für richtige Big Baits geeignet zu sein, fehlt der Big Shooter Compact die synchronisierte Schnurverlegung und - meines Erachtens ein weiteres wichtiges Kriterium - ein Backup Pawl. Ansonsten ist es ein wahres Kraftpaket.

    Und von den Salty Stages gibt es ja auch mehrere Modelle, deren Aufschlüsselung ja nicht so ganz einfach zu sein scheint: http://www.fishing-for-men.de/showth...lzwasserrollen
    Geändert von Boris (25.08.2014 um 11:53 Uhr) Grund: Wechselstaben verbuchselt
    Fang mich doch du Eierloch...

  6. Nippon-Tackle
  7. #6
    Moderator Board-Inventar Avatar von Lusso
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    Wir sollten den Anfang hier bei Köderngewichten, und somit die dazu passenden Rollen, um 5 Oz (120/140 Gramm) suchen.
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  8. #7
    Erfahrener Benutzer Board-Inventar
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    Hi,

    das Problem sind doch eigentlich nicht die Anforderungen an die Rolle, sondern eher die an den Benutzer. Erstere sind doch eigentlich klar. Der Handel und die Industrie vermittelt zwar gerne den Eindruck raus aus dem Karton, ran an die Rute und nur noch fischen. So ist es aber nun mal nicht. Dies gilt im Besonderen für Multirollen. Es gibt eine Menge Basics, die von der Mehrzahl aber entweder ignoriert werden oder schlicht unbekannt sind. Selbst die Lage/Höhe einer Spule auf der Spulenachse einer Stationärrolle muss ich auf die verwendete Schnurstärke abstimmen, um die beste Performence heraus zu bekommen. Na, wer macht das? Die meisten lassen sich im Laden die Spule auf der Maschine voll machen und das war's dann. Dabei ist das die schlechteste Lösung.

    Es gibt keine allgemeingültige Regel zum Befüllen der Spule einer Multirolle, die vom Spulenrand bzw. Spulenranddurchmesser abhängt. Wenn ich eine ABU Revo Toro und eine Shimano Calcutta 301 DSV gleich voll mache, dann geht das schief. Entscheident ist nicht der Abstand der Schnurlage auf der Spule bis zur Spulenkante, sondern die Luft der Schnur zu irgendwelchen quer verlaufenden Stegen/Achsen. Dies nicht nur auf der Spule, sondern auch auf dem Weg der Schnur von der Spule zur Schnurführung. Eine große Rolle spielt dabei die "Höhe/Lage" der Schnurführung zur Spule, die ist nicht immer gleich, sondern variert von Modell zum Modell. Die Schnur läuft auch nicht in Umfangsrichtung (Sekante) gerade von der Spule ab, sondern sie baucht sich auch etwas nach außen aus. Das liegt zum einen an der Fliehkraft und daran, das die Schnur sich in der zweiten Hälfte des Wurfs in einigen Lagen/Wicklungen durchaus etwas auf der Spule lockert. Es bildet sich geringfügig etwas Luft zwischen einigen Schnurlagen und der restlichen Schnur auf der Spule. Die meisten Stationärrollen sind schon zu stark befüllt, aus Angst man könnte zu kurz werfen, bei Multis ist dies noch öfter der Fall.

    Eigentlich funktionieren die meisten Wurfbremsen mehr oder weniger, wenn man sie halbwegs richtig eingestellt hat. Wer es kann, wirft sowieso meistens ohne. Wenn man dann aber doch das Gefühl hat, das z.B. eine Fliehkraftbremse versagt, dann ist oft ein dünner Ölfilm auf der Bremsenoberfläche oder verölte Fliehkraftgewichte die Ursache. Ich hatte schon mal jemanden, der die Führungen der Gewichte geölt hatte, weil er meinte, die müssen ja besonders leichtgängig sein.

    Wenn ich an das Wasser gehe und von meinem Gerät eine hohe Performance erwarte, muss ich die auch selber erbringen in Form von richtiger Einstellung, Bedienung und Wurftechnik. Die geht sogar noch nach dem Fischen weiter. Multirollen sind im Vergleich zu Stationärrollen recht offene Systeme. Wasser und Schmutz findet leicht einen Weg an die Schnurführung und in das Innere. Ich muss eine Multi also nach dem Fischen eigentlich "ab bzw. durchspülen". Die hohen Drehzahlen der Spule, führen oft zu einem Herausschleudern des Öls aus den Lagern. Da muss also auch mal nachgeölt werden, bzw. heraus geschleudertes Öl entfernt werden. Danach solte man die Rolle auch trocknen. Dies geht z.B. gut mit der warmen Abluft eines Kühlschranks. Einfach die Rolle offen/zerlegt auf das Lüftungsgitter legen.

    Petri, Dietmar

    p.s.:

    Wer die Anforderungen noch nicht kennt:

    1. entsprechende Schnurfassung (min. 120 m 60 lbs. Dyneema)
    2. robuste Mechanik die auch einen Backlash oder das Einrasten der Mechanik bei einem Wurf mit einem 300 Gramm Köder unbeschadet überlebt. Keine Rolle geht bei einem normalen Wurf kaputt.
    3. eine synchronisiere Schnurführung
    4. eine Bremsleistung jenseits von 12 Kilogramm
    5. doppelte Bremse, Antireverse + Sperrklinke oder alternativ nur eine doppelte beidseitige Sperrklinke mit versetzten Zähnen
    6. Low Profile
    7. Doppelkurbel
    Geändert von Dietmar (25.08.2014 um 12:07 Uhr)

  9. #8
    F4M-PowerSeller Board-Inventar Avatar von Boris
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    @Dietmar: Geht es dir jetzt besser?

  10. #9
    Sternzeichen Jungfrau Raubfischfänger Avatar von Der Fischer vom Bodensee
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    @Lusso: Bei meinen erwähnten Kontrahenten (Ich habe diese, ausser der Elan alle selbst schon mal während mindestens einer Woche verwendet) kommen alle gut mit 5 OZ zurecht.

    Ich finde es immer schwierig absolute Werte zu "erraten". Herstellerangaben empfinde ich im besten Fall als grobe Orientierungshilfe.

    Wie weit die Range nach oben offen ist, hängt auch von oft unterschätzten Parametern ab:
    - Passende Rutenaktion
    - Feingeflochtenes und wiklich rundes Geflecht, welche die laufende Spulen-Wicklung beim Werfen und harten Drills möglichst ohne hakeln frei gibt. Grobe Flechtoberflächen empfinde ich darum tendziell als nachteilig.
    - maximale Schnurfüllung beachten - so dass die Bauweise der Rolle nicht beeinträchtig wird. (normalerweise selbstverständlich)
    - wirklich dichte Erstbespulung
    - bei Bedarf von einem möglichst schlanken und sicheren Schlagschnurknoten, welcher ohne Widerstand und hakeln durch die Ringe sausen kann.

    Natürlich auch davon, wie man die Technik der entsprechenden Rolle einstellt. Entscheidend ist aber sicher, wie gut und und sensibel wir die Wurftechnik mit 5 OZ (oder eben auch noch mehr) beherrschen. "Wir selbst" sind mit grosser Wahrscheinlichkeit immer die grösstmögliche Fehlerquelle, die beste Technik ist dagegen machtlos.

    @ Dietmar, im Besonderen dein erster Satz halte so was von richtig!
    Und auch - die Kurbel darf beim Werfen keinen unbeabsichtigten Freilauf-Stop auslösen. Also ist eine Doppelkurbel, oder ein Powerhandle mit Ausgleichsgewicht vorteilhaft!
    Geändert von Der Fischer vom Bodensee (27.08.2014 um 16:36 Uhr)

  11. #10
    ich heisse Dirk = F.A.L. Board-Inventar Avatar von dgspec
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    zu den Fliehkraftgewichten noch ein Hinweis zu Dietmar's Ausführungen:

    Shimano zB empfiehlt komischerweise explizit das gelegentliche Schmieren des Bremsrings mit minimal Öl.
    Was imho eigentlich immer zu empfehlen ist - die Politur des Bremsrings - je glatter umso "griffiger die Pins - klingt paradox hat aber wohl was mit Adhäsionshaftung zu tun.
    Weiterhin kann man seine Rolle bis zu einem bestimmten Punkt auch "verlangsamen", sollte sie zu zickig sein. Man benutzt dann eben Lageröl einer anderen Viskosität. Ich habe beste Erfahrungen bei Komodo und Elan mit dem Red Label von Rocket Fuel gemacht.
    Bei den englischen Surf Anglern hat das Werfen hoher Gewichte mit Multis eine lange Tradition. Dort werden sogar sehr oft alte Ambassadeure 6500 und ähnliches verwendet. Sicherlich keine Rollen für das Big Baiten - ABER - mit diesen Rollen werden Gewichte bis 5-6 oz gefeuert. Also Wurftechnisch machbar.
    Weiterhin empfinde ich persönlich die Verwendung von zu weichen Super-PEs nicht so komfortabel, gerade in Bezug auf Schnurklemmern und Windanfälligkeit.
    Da muss aber jeder seine Vorlieben selbst definieren - ich persönlich komme mit den Schnurklassen ab 30-40lb prima mit der Cast Away von Sunline klar.
    NEIN, ich bin nicht NEGAN !

    Für Ben und Olga R.I.P

    Koa Hiatamadl mog i ned,
    weils so dicke Wadln hed.
    I mog a Madl aus da Stadt,
    woas reichlich in da Blusn hat.

    Derk'che von Goisern

  12. #11
    Erfahrener Benutzer Raubfischspezialist
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    Glaube bei allem was du gesagt hast passt dann aber keine Doppelkurbel oder?! Für die Gewichte muss ein Powerhandle an die Rolle, und vorallem eins was richtig ausradiert ist, nicht das es den Freilauf ständig blockiert wenn man gerade richtig durchgezogen hat...




    Zitat Zitat von Dietmar Beitrag anzeigen
    Hi,

    das Problem sind doch eigentlich nicht die Anforderungen an die Rolle, sondern eher die an den Benutzer. Erstere sind doch eigentlich klar. Der Handel und die Industrie vermittelt zwar gerne den Eindruck raus aus dem Karton, ran an die Rute und nur noch fischen. So ist es aber nun mal nicht. Dies gilt im Besonderen für Multirollen. Es gibt eine Menge Basics, die von der Mehrzahl aber entweder ignoriert werden oder schlicht unbekannt sind. Selbst die Lage/Höhe einer Spule auf der Spulenachse einer Stationärrolle muss ich auf die verwendete Schnurstärke abstimmen, um die beste Performence heraus zu bekommen. Na, wer macht das? Die meisten lassen sich im Laden die Spule auf der Maschine voll machen und das war's dann. Dabei ist das die schlechteste Lösung.

    Es gibt keine allgemeingültige Regel zum Befüllen der Spule einer Multirolle, die vom Spulenrand bzw. Spulenranddurchmesser abhängt. Wenn ich eine ABU Revo Toro und eine Shimano Calcutta 301 DSV gleich voll mache, dann geht das schief. Entscheident ist nicht der Abstand der Schnurlage auf der Spule bis zur Spulenkante, sondern die Luft der Schnur zu irgendwelchen quer verlaufenden Stegen/Achsen. Dies nicht nur auf der Spule, sondern auch auf dem Weg der Schnur von der Spule zur Schnurführung. Eine große Rolle spielt dabei die "Höhe/Lage" der Schnurführung zur Spule, die ist nicht immer gleich, sondern variert von Modell zum Modell. Die Schnur läuft auch nicht in Umfangsrichtung (Sekante) gerade von der Spule ab, sondern sie baucht sich auch etwas nach außen aus. Das liegt zum einen an der Fliehkraft und daran, das die Schnur sich in der zweiten Hälfte des Wurfs in einigen Lagen/Wicklungen durchaus etwas auf der Spule lockert. Es bildet sich geringfügig etwas Luft zwischen einigen Schnurlagen und der restlichen Schnur auf der Spule. Die meisten Stationärrollen sind schon zu stark befüllt, aus Angst man könnte zu kurz werfen, bei Multis ist dies noch öfter der Fall.

    Eigentlich funktionieren die meisten Wurfbremsen mehr oder weniger, wenn man sie halbwegs richtig eingestellt hat. Wer es kann, wirft sowieso meistens ohne. Wenn man dann aber doch das Gefühl hat, das z.B. eine Fliehkraftbremse versagt, dann ist oft ein dünner Ölfilm auf der Bremsenoberfläche oder verölte Fliehkraftgewichte die Ursache. Ich hatte schon mal jemanden, der die Führungen der Gewichte geölt hatte, weil er meinte, die müssen ja besonders leichtgängig sein.

    Wenn ich an das Wasser gehe und von meinem Gerät eine hohe Performance erwarte, muss ich die auch selber erbringen in Form von richtiger Einstellung, Bedienung und Wurftechnik. Die geht sogar noch nach dem Fischen weiter. Multirollen sind im Vergleich zu Stationärrollen recht offene Systeme. Wasser und Schmutz findet leicht einen Weg an die Schnurführung und in das Innere. Ich muss eine Multi also nach dem Fischen eigentlich "ab bzw. durchspülen". Die hohen Drehzahlen der Spule, führen oft zu einem Herausschleudern des Öls aus den Lagern. Da muss also auch mal nachgeölt werden, bzw. heraus geschleudertes Öl entfernt werden. Danach solte man die Rolle auch trocknen. Dies geht z.B. gut mit der warmen Abluft eines Kühlschranks. Einfach die Rolle offen/zerlegt auf das Lüftungsgitter legen.

    Petri, Dietmar

    p.s.:

    Wer die Anforderungen noch nicht kennt:

    1. entsprechende Schnurfassung (min. 120 m 60 lbs. Dyneema)
    2. robuste Mechanik die auch einen Backlash oder das Einrasten der Mechanik bei einem Wurf mit einem 300 Gramm Köder unbeschadet überlebt. Keine Rolle geht bei einem normalen Wurf kaputt.
    3. eine synchronisiere Schnurführung
    4. eine Bremsleistung jenseits von 12 Kilogramm
    5. doppelte Bremse, Antireverse + Sperrklinke oder alternativ nur eine doppelte beidseitige Sperrklinke mit versetzten Zähnen
    6. Low Profile
    7. Doppelkurbel
    Der s**p ist ein Spacko. Sollte ich hier in meine Signatur mit aufnehmen meinte er, damit es jeder weiß...

  13. #12
    ich heisse Dirk = F.A.L. Board-Inventar Avatar von dgspec
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    in Bezug aufs Power Handle bei der Elan - keine Probleme , kein Einrasten durch Unwucht beim Wurf -alles tacko !
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  14. #13
    Sternzeichen Jungfrau Raubfischfänger Avatar von Der Fischer vom Bodensee
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    Zitat Zitat von dgspec Beitrag anzeigen
    in Bezug aufs Power Handle bei der Elan - keine Probleme , kein Einrasten durch Unwucht beim Wurf -alles tacko !
    Habe mich beim "Anfassen der Elan" gar nicht geachtet, rastet die in jeder Stellung, also im 360° Kurbelradius ein? Aber soweit egal, wenn du es so sagst, glaube ich es dir glatt.

    Abu hat bei den neuen Rollen NaCl oder Salty Stage "das ungewollte Einrasten bei Werfen" mit einem nicht ausgewuchteten Porwerhandle ja so gelöst, dass es nur noch einen einzigen Einrastpunkt an der oberen Kurbelstellung gibt. Beim Werfen hängt das Powerhandle unter ausgelöstem Freilauf immer frei nach unten durch.

    Ist auch Geschmacksache, mir taugen ausgewuchtete Kurbelversionen, wo die Einrastpunkte sofort greifen, besser. Hauptsache aber, dass der Freilauf bei einem harten Wurf durch die verursachte Drehbewegung nicht einschnappen kann, denn der Knall durch Schnurbruch unmittelbar danach fühlt sich einfach nur sch….. an.

    Dieser Gefahr mit einer entsprechend dicken Geflochten zu entgegnen, würde ich übrigens als sehr zweifelhaft bezeichnen, oder habe ich dazu irgendwo (also nicht von dir, dgspec) mal falsch wahrgenommen?
    Geändert von Der Fischer vom Bodensee (25.08.2014 um 15:01 Uhr)

  15. #14
    ich heisse Dirk = F.A.L. Board-Inventar Avatar von dgspec
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    ...hab's nicht im Kopf - schaue heute abend gleich nach - müsste bei der ELAN analog der Komodo sein.
    Ein Einkuppeln während des Wurfes wäre fatal - das Durchknallen der Schnur wäre noch der harmloseste Aspekt. Der Schlag des aufgeladenen Köders ins Getriebe dürfte zumindest die mech. Rücklaufsperre beschädigen, wenn nicht gar zerstören.
    Von den Spulenachsen will man gar nicht erst reden.
    Dieses Teil (mechan. RL-Sperre) wäre auch das erste bei ELAN und Komodo worüber ich mir Sorgen machen würde.
    Es erinnert stark an das adequate Teil bei der 1. Gen Toro - die sind reihenweise geplatzt bis ABU durch ein Austausch V-Stahl Teil reagiert hat.

    Hab leider keine Toro zur Hand - müsste man mal vergleichen ob dieses Part, wie einige anderen Teile auch, baugleich zu Elan/Komodo ist.
    Dieses ABU Teil kann/konnte man über Purefishing separat nach ordern.
    Geändert von dgspec (25.08.2014 um 15:10 Uhr)
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  16. #15
    Niederrheiner Raubfischspezialist Avatar von kvaenangen
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    Zitat Zitat von dgspec Beitrag anzeigen
    in Bezug aufs Power Handle bei der Elan - keine Probleme , kein Einrasten durch Unwucht beim Wurf -alles tacko !
    Komodo ebenso. Powerhandle im übrigen via Kontergewicht ausbalanciert.

    Auch an dieser Stelle: www.swim-bait.com, Enter the Dragon: 2014 Okuma Komodo 350
    Bei www.alantani.com weitere Tutorials (ua zur Toro 1.Gen.)

    Ich fänd's klasse und informativ, Dokumentationen vergleichbarer Art zu möglichst allen hier diskutierten Rollen ins hiesige Thema zu stellen. Bei weitem aufschlussreicher als jedes Prospektversprechen sind sie allemal.
    Die im Salzigen besonders aktiven Kollegen Andy (Since 1981) und Uwe (Pommes) haben i.ü. wirklich en masse Toros, Salty Stage, Tailwalk, Komodo zerlegt (und nicht nur geangelt). Substantielle Hinweise können sie deshalb mit Sicherheit geben.

    P.S.: Die Notwendigkeit einer synchronisierten Schnurführung ist bei den Norge Freaks eigentlich unstreitig. Bei den Süßwasser Big Baitern sieht das vielleicht anders aus ( was ich nicht ganz nachvollziehen kann). Diesbezüglich hatte ich jedenfalls einen interessanten Meinungsaustausch mit Larry Dahlberg zur neuen Calcutta 401. Im Ergebnis sagte er mir, bei Shimano habe man sich im Ergebnis zulasten der Bremsperformance für ''bessere Wurfeigenschaften'' entschieden. Sollte dies bei der 2015 zu erwartenden Conquest 400/ 401 ebenso geschehen, wäre ich ziemlich traurig.

    Letzte Anmerkung: Ob eine max. Bremskraft von mindestens 12kg im Süßen von Nöten ist, glaube ich nicht (jede Big Bait Rute würde bei einem solchen Druck und steilem Anstellwinkel zerbrechen wie ein Streichholz. Kein normaler Angler ist physisch in der Lage, auch nur kurzzeitig einen solchen Druck zu meistern bei einem Stecken, der 2,30m oder mehr lang ist und nicht die Ergonomie sowie Blankeigenschaften aufweisst, wie sie zB gute Salzwasserspinnruten haben). I.Ü.: Von welchen Fischen reden wir überhaupt? 10kg und mehr auf der Bremse sind Big Game Werte für Thun und Co.
    An erster Stelle sollte es mE also auf die über einen möglichst weiten Bereich funktionierende Bremsperformance (Anlaufverhalten, Ruckfreiheit) ankommen. Sodann: Wie wird dieser Wert überhaupt ermittelt? Bei voller Spule, halb gefüllter Spule? Eines kann ich jedenfalls sagen: Die Prospektangaben hierzu sind Schall und Rauch.

    Der weiteren Diskussion sehe ich mit viel Freude entgegen. Ihr Jungs aus der süßen Heavy Fischerei habt dem alten Halibut Hunter schon ne Menge guter Tipps gegeben.
    Geändert von kvaenangen (25.08.2014 um 17:51 Uhr)

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