Hawk

3 Tage im Rheinland, Tag 1: Indianerangeln am Mini Bach

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Über Ostern war ich mal wieder bei meinen Schwiegereltern in Troisdorf zu Besuch, natürlich durfte auch wieder die eine oder andere Fliegenrute mit auf die Reise.
Die Karten hatte ich mir bereits im vorraus organisiert. Am ersten Tag sollte es an den kleinen Zufluss der Ahr gehen an dem ich auch schon im letzten Jahr unterwegs war.

Die Karte konnte ich mir ab 9 Uhr abholen, also brach ich um 8 Uhr gut ausgeschlafen und nach einem schnellen Frühstück auf.
Bereits die Anfahrt ist sehr schön, es geht eine lange Strecke immer an der Ahr entlang und ich war immer ziehmlich hin und her gerissen zwischen langsam fahren und das Wasser im Auge behalten oder Gas geben um selbst schneller zum fischen zu kommen.

Pünktlich auf die Minute erreichte ich dann endlich mein Ziel, war schon heiß aufs Angeln und wollt noch schnell die Gastkarte abholen.
Die Tür wurd allerdings nicht vom netten Alten Herrn geöffnet sondern von seiner Frau : "Der Alfred ist noch am Teich, müssen sie sich noch etwas gedulden, ich ruf ihn mal an ..."

Ich konnte die Zeit zum Glück damit überbrücken die Rute schonmal zu montieren, meine Weste einzuräumen und mich umzuziehen.

Dann ging es die Feldwege runter zum Bach



Unterwegs konnte man schon den einen oder anderen Blick auf dieses schöne, relativ naturbelassene aber zugegebenermaßen wirklich ziehmlich kleine Gewässer werfen.



Als Rute hatte ich heute meine 7' #4 Gespließte ausgewählt, diese Stellte sich auch als fast optimale Länge für diesen kleinen Bach heraus. Die Rute ist lang genug um sich an dichtgewachsene Rinnen zu schleichen und direkt unter der Rutenspitze zu fischen, aber auch noch kurz genug um mit wenig Freiraum zu werfen.



Ich begann am unteren Ende der insgesamt ~3km langen Strecke, der erste Gumpen war schön Tief , es gab viel Rückraum und keine übers Wasser hängenden Hindernisse.
( So etwas lernt man hier recht schnell zu schätzen wenn man erstmal den Rest der Strecke gesehen hat).



Ich näherte mich auf Knien in Wurfentfernung und platzierte Vorsichtig ein meiner kleinen Flohkrebs Nymphen in der mitte der Gumpe.
Da die Strömung hier recht gering war begann ich mit dem Einzupfen, und der erste Biss ließ auch nciht lange auf sich warten.

Nach kurzer Gegenwehr konnte ich allerdings nicht die erwartete Forelle, sondern eine ~20er Äsche landen.



Aus der gleichen Rinne folgten noch 2 etwa gleichgroße Forellen, danach war Ruhe.

Der nhöchste Spot folgte bereits wenige Meter weiter, hier war mit normalen Würfen allerdings nichts mehr zu machen.
mit einem "Bow and Arrow" Cast konnt man die Nymphe dann aber doch in die heiße Zone befördern und auch hier ließ die erste Forelle nciht lange auf sich warten.



Man muss sich hier schon etwas Zeit nehmen, jeden Platz erst etwas beobachten, sich vorsichtig anschleichen und dann überlegen wie man die Nymphe dahin bekommt wo man sie gerne hätte.

Der Spot hier ist ein gutes Beispiel:


Auf den ersten Blick fast unbefischbar, schleicht man sich allerdings vorsichtig am linken Ufer an und setzt sich direkt an die Baumwurzel hat man nach hinten grade so eben genug Raum um mit der kurzen Rute zu werfen.



Auch dieser kleine und nur etwas mehr als Knietiefe Pool brachte mir mehrere Forellen und zwei weitere Äschen, eine Forelle von ca. 30cm konte sich leider imD rill verabschieden.

So sehen dann die Stellen aus wo das Werfen wirklich ungemütlich wird.
Nachdem ich zum x-ten mal meine Nymphe aus irgendwelchen Büschen zupfe stelle ich zumindest fest das auch noch andere Leute hier so ihre Probleme hatten :grin:



Mein Weg geht weiter Bachaufwärts :









und ich kann mich über viele weitere Fische freuen.
Riesen sind zwar noch keine Dabei, aber zuviel kann man hier natürlich auch nciht erwarten.





Mittlerweile ist es schon Mittag und auch etwas wärmer geworden, und schon konnte man die ersten Fische beim steigen ausmachen.
An dieser hübschen Stelle waren sie besonders aktiv,der Anzahl der Ringe nach waren gleich 3 oder sogar 4 Fische dabei fleißig winzige Eintagsfliegen von der Oberfläche zu picken.



Ich knüpfte eine kleine CDC Eintagsfliege an und der erste Wurf brachte auch schon den ersten Biss den ich leider nicht verwerten konnte, beim zweiten mal klappte es dann und ich konnte eine kleine Forelle landen. die anderen Fische schien das nicht zu stören, die stiegen muter weiter.



Meine kleine Eintagsfliege war danach leider bei jedem Wurf am absaufen, vorsichtiges ablegen war leider durch Platzmangel nur schwer möglich.
Also wechsel auf eine kleine Foam Ameise. Damit sollten sie auch was Anfangen können, auch wenn es nicht die aktuelle Nahrung imitiert.

Die Ameise war noch garnicht ganz ganz auf dem Wasser, da verschwand sie auch schon wieder in einem Schwall und nach meinem Erfolgreichen Anhieb tobte sich eine ü30er Forelle mit mehreren Sprungeinlagen im Pool aus :o



Trotzdem war da immernoch ein weiterer steigender Fisch :lol:

Der sich kurze Zeit später nach ebenso heftigem kampf wie bei der Forelle als mitte 30er Äsche entpuppte



Jetzt wechselte ich wieder auf meinen Flohkrebs und konnte noch eine weitere schöne Forelle und 2 noch etwas größere Äschen erwischen, die größte hatte wohl fast 40cm und war im vollen Laichkleid, allerdings scheinbar etwas Fotoscheu.







Weiter gehts :







Hier oben wird der Bach allerdings immer schmaler, flacher und verwachsener.
In den flachen Gumpen kann man zwar wirklich massen von Forellen sehen, teilweise auch noch die eine oder andere >30er dabei, aber selbst mit extrem langsamen anschleichen auf Knien komme ich hier nichtmehr dicht genug an die Fische, und auch werfen ist leider kaum möglich.
Ich mache mich also langsam auf den Rückweg, natürlich nciht ohne an dem einen oder anderen Platz noch ein Paar Würfe zu machen.





Kommentare

  1. Avatar von das101
    Geiler Bach!!!