• Eine Angeltour irgendwo in Frankreich

    Eine Angeltour irgendwo in Frankreich
    Viele suchen in der Salmonidenschonzeit nach einer Möglichkeit, ihre Fliegenrute trotzdem einzusetzen. Oftmals gibt es dazu nur eine Alternative, die so verruchten Forellenpuffs.
    Diese Gewässer haben nichts mit einem natürlichen Gewässer gemein.

    Nicht so
    das Reservoir des Cigognes bei Seltz

    gelegen im schönen Elsass, nur 40 Fahrminuten von Karlsruhe entfernt.

    Bei der Planung dieses schönen über 3ha großen Gewässers wurde an alles gedacht, was ein Fliegenfischerherz an einem Stillwasser sucht. Seichte Buchten und tiefen Stellen bis zu 10m im See, flach laufende Sandbänke zum Wat-Fischen, einem Kanal der einem Fluss ähnelt und die zwei größeren Seen miteinander verbindet, ist hier alles vorhanden.
    ....und natürlich auch prachtvolle Forellen, die auch mal locker die 6 kg Grenze überschreiten können.


    Am 17. Februar machten Jürgen, Hans und Chris sich auf den Weg, um dort, bei herrlichem Sonnenschein, den Fischennachzustellen. Das vorrangige Ziel: einen der legendären Hechte zu ergattern, von denen Jürgen immer so geschwärmt hatte.
    Na das wollten wir jetzt aber genauer wissen…..

    Regenbogenforellen, Bachforellen, manchmal gehen einem sogar See- oder Meerforellen,
    ja sogar auch seltene Goldforellen an den Streamer.
    Die Fische springen einem aber nicht von alleine an die Fliege, man muss sie schon suchen.

    seichter Zugang zum Waten im grösseren See


    der Kanal, der die beiden Seen verbindet


    der kleine See
    Auch die Hechte sind nicht ohne. Diese sind so häufig und auch in so kapitalen Größen vorhanden, dass es imReservoir des Cigognes eine strenge Entnahmepflicht für sie gibt. Die Seen liegen in Mitten einer Storchenaufzuchtstation. Überall klapperte es um uns herum. Wir dachten schon, wir sollten uns verstecken, damit uns kein Baby untergejubelt wird. Das Wasser ist zwar klar, aber der Wasserstand ist über das Grundwasser abhängig von Rheinwasserstand. Die Tageskarten sind mit €16 angesichts der schönen Fischerei erschwinglich.

    Ja…. Das kennen wir jetzt.. Jürgen kann unheimlich motivierend sein. Dies galt es aber jetzt endlich zu beweisen.
    „Los Jungs.. ran….“ der Fisch wartet nicht auf Euch. Hans war heute nur Kameramann und Mädchen für alles… Auch unserer Freund Ulli Zinnecker traf noch rechtzeitig ein, um dem Spektakel beizuwohnen. Ulli ist für seine Fliegenbindefähigkeiten bei Fishing Shows und als ambitionierter Fliegenfischer im ganzen Land bekannt. Jetzt musste ja ein Fisch her. Wäre doch sehr
    peinlich gewesen…
    für Jürgen

    Dem war aber nicht so.
    Schaut euch erst einmal den Film an - danach geht’s dann weiter

    Zu Beginn, erklärte Jürgen Chris noch einige Feinheiten im Umgang mit einer „Sinkschnur“, denn mit so etwas hatte Chris noch nichts zu tun gehabt. Im heimischen Gewässer, der Alb, braucht man bei 50cm Wassertiefe auch solches Equipment nicht unbedingt. Hier die sehr informativen Ratschläge und Tipps von Jürgen, der dieses Revier wie seine Westentasche kennt.
    Jürgen:
    Im Winter fischt man dort am besten mit Streamer, viele fischen auch mit einer beschwerten Nymphe und einem Bissanzeiger. Die absoluten Bringer sind jedoch, im Reservoir des Cigognes, das Fischen mit der Sinkschnur und „Boobies“


    "Boobies", der Renner und Topköder am heutigen Tag

    Hierbei sollte ein mindestens 0,20er Vorfach direkt an den Loop der Sinkschnur geknotet werden, dieses Vorfach sollte aber nicht länger als 50 - 70 cm sein. Die Sinkschnur lässt man nach dem Wurf auf den Seegrund absinken. Die Auftriebskörper in Augenform lassen so den Booby ca. 20-30cm knapp über den Grund schweben und verführerisch wackeln. Dann wird mit viel Gefühl die Schnur im Zeitlupentempo (wie im Film gesehen) über die Finger eingestrippt.



    Man sollte den Booby auch einmal für 1-2 Sekunden stehen lassen, oftmals kommen gerade dann die Bisse. Sie werden oft nur als kleiner Widerstand erkannt. Manchmal packt eine Forelle aber auch richtig zu. Hierbei muss man fliegenfischenuntypisch sofort "anschlagen" - ein übliches Heben der Rute bringt oftmals nur Aussteiger. Die Drills aus der Tiefe sind spektakulär, denn die Fische in Seltz, haben für einen Forellensee, eine ausgezeichnete Kondition und sind gut in Form. Tief angebotene weiße oder schwarze Zonker, sowie Lachsei-Fliegen sind in der kalten Jahreszeit ebenso sehr erfolgreich.

    Diese hilfreichen Tricks, verhalfen Chris zu einem unvergesslichen Tag.
    In den ersten 30min fing er gleich 2 sehr schön gezeichnete Regenbogenforellen.






    Da Hans als „Kameramann“ am Ufer hin und her lief, um ein paar Eindrücke des Sees
    einzufangen – hielten die Jungs ihn ganz schön auf Trapp.
    Auf der anderen Seeseite rief Ulli herüber…



    „Haaans ich hab einen….“

    Jajaja der Weg war doch sehr weit und der Hans war einfach zu faul, um um den See zu rennen/laufen. Am Mittag fiel er aber doch noch auf so manche Fakes herein.. und wetzte sich die Raucherseele aus dem Laib…
    Auch Jürgen war an diesem herrlichen Morgen das Anglerglück hold und bescherte ihm einen dieser wunderschönen Fische.



    8 kämpferische Forellen wurden gefangen und Ulli konnte, als einziger, einen Krebs ergattern, der aber so fasziniert von seinem selbstgebundenen Streamer war, und einfach nicht loslassen wollte. Ok ok ganz zu schweigen von seinen 3 Forellen – aber das ist ja bei Ulli fast schon "normaaal"

    und jetzt noch ein kleiner Film zum Ausklang

    Film aufi youtube xxfishingformenxx



    Zum Abschluss möchten wir euch noch ein paar Bilder mit auf den Weg geben, die im Film und Beitrag leider keinen Platz mehr gefunden haben, wir aber euch nicht vorenthalten wollen

















    der ultimative „Wasserkocher“

    Beitrag erstellt von Jürgen und Hans

    Wir wünschen Euch ein erfolgreiches Fischen auf unsere heimischen Räuber. Vielleicht habt Ihr durch unseren Beitrag „Lust“ bekommen, das Fliegenfischen auszuprobieren. Dann ist uns unsere Mission „erfüllt“

    Viel Spaß und weiterhin Petri Heil

    Kommentare 1 Kommentar
    1. Avatar von technikdeck
      technikdeck -
      Schöner Bericht!