• Erster Hechttrip 2015

    Seit Weihnachten standen vier Tage Rügen Entspannungsurlaub mit meiner Freundin auf dem Plan. Da die Boddengewässer wider Erwarten komplett eisfrei waren musste ein Angeltag drin sein. :)
    Also fix ein Boot gemietet und meinen Kollegen Mirco aus Stralsund eingeladen, der coolerweise Zeit hatte und samt seinem Kumpel mitkam.
    Die Tage vorher hatte ich jedoch einige Bedenken, da ein Tag auf dem Bodden eigentlich zu wenig ist, um die Fische zu finden und deren aktuelle Essgewohnheiten abzuklopfen. Daher wurden im Vorfeld schon fleißig Strömungen, Wassertemperatur etc studiert. Hilfreich waren natürlich noch die Tipps von Mirco, der sich auch fleißig umgehört hatte.

    Als es dann endlich los ging hatte der Wind auf Nord gedreht und die Außen-Temperatur war auf -3 Grad gefallen. Meine Freundin hatte derweil das Wellnessprogramm im Spa gebucht und ich machte mich frühmorgens auf den Weg zu meinem eigenen Wellnessprogramm.

    An den ersten beiden Spots tat sich jedoch erst Mal gar nichts. Statt dessen fiel ein wilder Schnee- und Graupelmix vom Himmel, der uns und das Boot komplett einschneite.
    Mirco strippte abwechselend fleißig mit der Fliegenrute oder feuerte Bigbaits raus. Ich hatte alleine vom Spinnfischen schon steife Finger, und versenkte daher erstmal einen meiner Lieblingsbaits.

    Gegen 12.00 Uhr hatten wir dann endlich riesige Brassenschwärme und erste Hechtkontakte zu verzeichnen. Uns wurde sogleich wieder warm und wir legten uns ins Zeug!
    Ich leierte meinen Gummifisch, so langsam ein, dass er grade noch lief und liess ihn immer wieder bis knapp aufs Kraut durchsacken. Beim erneuten Durchsacken gabs einen leichten Schlag in der Rute, aber nach dem Anhieb war klar, dass da was Großes hängt.
    Der Fisch legte sich anfangs gut ins Zeug und ich musste richtig zittern, da mir kurz zuvor schon ein Fisch nach kurzem Drill ausgestiegen ist. Vom Stoffwechsel schon auf Winter eingestellt, ließ der Hecht sich dann doch recht fix ans Boot drillen. Hier kam jedoch noch einmal gut Hektik auf, da unser Kescher sich als zu klein heraus stellte und unser Fang auf einmal doch nicht so recht mit wollte.
    Mirco griff beherzt ins eiskalte Wasser und landete den Fisch vorsichtig per Hand.
    Im Boot wurde dann klar mit was für einem enorm fetten Hecht wir es zu tun hatten. Kurz gemessen. 110cm. Ein paar Fotos und dann fix zurück, da die Hechtdame schon gut im Laich stand und wir sie schon mehr als genug genervt hatten.
    Als bekennder Nichtraucher musste bei diesem Auftakt erst mal eine Zigarette her.

    Jeder auf seine Art völlig tiefenentspannt traten meine Freundin und ich heute den Heimweg nach Hamburg an.