• Das Texas-Rig

    Das Texas- Rig ist eine Technik die für sehr hängerträchtige Gewässerabschnitte entwickelt wurde. Seit den 60er Jahren wird in den USA das Rig erfolgreich auf Schwarzbarsch eingesetzt.
    Aber nicht nur Bass lässt sich gut mit den T.Rig fangen. Auch Barsche,Zander, Hecht und auch Forellen schießen regelrecht auf das Rig wenn der Köder und die Situation passt.
    50UP Bass mit Texas aus den Cover gezuppelt

    Der Aufbau der Montage ist eigentlich ganz easy.
    Ein Offsethaken (Größe des Hakens abhängig von der Größe des Köders) an einem FC (Fluorocarbon) Vorfach. Es folgt eine Glasperle die für ein lautes Klickgeräusch unter Wasser sorgt, und ein Bulletweight, (spezielles Blei) bei dem Gewicht von Wind und Wassertiefe abhängig ist.
    Die Glasperle lasse ich aber an manchen Gewässer weg, hab da oft schon ohne Perle besser gefangen. Das kommt aber auf das Gewässer und auf die Situation an.

    Alle Komponenten im Überblick


    Fertig schaut die Montage dann so aus. Am Bild ist vor den Haken noch ein Stopper zu erkennen, der ist nicht notwendig, das mach nur ich immer so, weil ich nicht will das die Perle immer am Knoten scheuert.

    Das fertige T.Rig im Überblick



    Köder für das Rig gibt es wie Sand am Meer! Von Gummiwürmer über Creatures und Krebsimitaten sind dem Angler keine Grenzen gesetzt, und die Auswahl bleibt dem Angler selbst überlassen.

    Ein paar Köder im Überblick die ich gerne verwende


    Mit welcher Rute und Rolle fischt man das Rig?
    Auch das ist wieder Geschmacksache, ob man jetzt mit Baitcaster oder Stationär angelt. Ich bevorzuge BC Ruten in einer Länge von 180 bis 210cm mit einer Spitzenaktion die über ein kräftiges Rückgrat verfügen, das einem hilft, den Haken auch noch auf großer Distanz zu setzen.
    Ein paar Lieblingsruten von mir die für die Technik geeignet sind:
    Shimano Scorpion XT
    Deps Bullet Shot
    Colmic Herakles




    Wie wird der Köder und das Rig geführt? Die Köderführung ist ähnlich wie beim Jiggen. Man lässt den Köder über den Grund oder die Hindernisse springen, der Unterschied liegt jedoch daran, dass der Köder nicht wie gewöhnlich mit dem Jigkopf Richtung Grund stürzt, sondern langsam absinkt. Ein weiterer Vorteil bringt die Glasperle,die beim Hochzupfen auf das Bullet schlägt was ein lautes Klacken verursacht und die Aufmerksamkeit der Räuber wecken soll.
    Aber wie oben schon erwähnt, an manchen Tagen und an manchen Gewässern, auch abschreckend ist für Barsch und Co. ist. Es gibt auch Tage da schleief ich das Rig mehr über Grund, und ab und an mach ich dann wieder einen kleinen Sprung und lass den Köder langsam absinken. Es ist sehr variabel zu führen.

    schöner Barsch mit Texas-Rig gefangen


    Wo wird das T.Rig eingesetzt? Da diese Angeltechnik keine Technik ist,mit der man aktiv nach Fischen sucht und große Wasserflächen abfischt, ist es wichtig den Köder gezielt vor oder in ein Hindernis zu werfen, an dem man den Standplatz eines Räubers vermutet. Beim Texas Rig fischen kommt es auch nicht auf weite Würfe an, sondern eher darauf, dass den Köder perfektes Leben auf kurze Distanz eingehaucht wird. So das ein Barsch oder Zander aus seinem Versteck vorgeschossen kommt um sich den Köder zu schnappen.

    Idealer Spot versunkene Bäume, Seerosenfelder und unterspülte Schilfränder
    Hoffe die Zusammenfassung gefällt euch und hilft den einen oder anderen dabei, mit dieser tollen Methode ein paar Barsche und andere Räuber aus den Heavy Cover zu ziehen.
    Tight Lines, Andy
    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Das Texas-Rig - Erstellt von: predatorhunters Original-Beitrag anzeigen
    Kommentare 23 Kommentare
    1. Avatar von hardbaitlover
      hardbaitlover -
      Ganz prima gemacht!
      Verständlich für jeden.
    1. Avatar von Semper Fi
      Semper Fi -
      Sehr schöner Bericht, Danke fürs einstellen.
    1. Avatar von Mö78
      Mö78 -
      Schöner Bericht !!!
    1. Avatar von thymallus
      thymallus -
      Nice. Nur schade, dass ich die Schwarzbarsche bei uns nie finde.
    1. Avatar von zan.der
      zan.der -
      Schöner Bericht weiter so ^^
    1. Avatar von khagelay
      khagelay -
      Schöner Bericht. Und endlich einer der keine Plastikperle zum Schützen des Knotens verwendet, sondern einen durchsichtigen Gummischlauch. Besser und billiger.
    1. Avatar von eljanos
      eljanos -
      Was ich an der Technik besonders mag: Man ist irgendwie von Anfang an dabei... als routinierter Spinnfischer hat man beim normalen Jiggen bereits angehauen und ist mitten im Drill, bevor das im Hirn angekommen ist...den Biss geniesst man quasi nur in der Retrospektive!
      Ein verzögerter Anhieb (bei großen Krebsen als Trailer z.B. wirklich nötig!) gibt mir da nen "Zusatzkick"...hat er den Köder jetzt voll genommen?...aaah, geil, er hat ihn...Adrenalin...Anhieb...Rute ist krumm, juhuu!
    1. Avatar von predatorhunters
      predatorhunters -
      @all Danke freut mich wenn es euch gefällt!
    1. Avatar von Raphael
      Raphael -
      Toller Bericht
    1. Avatar von Mika
      Mika -
      Klasse Bericht! Weiter so!
    1. Avatar von barschspezi
      barschspezi -
      super Bericht. Bei uns funzt das noch nicht so ganz mit dem Rig. Keine Ahnung warum.
    1. Avatar von Black Mamba
      Black Mamba -
      Anschaulicher und schöner Bericht!
      Fischen mit Finesserigs ist schon eine feine Sache. Anfangs setzte ich nur Dropshot-und Carolinarigs ein,mittlerweile auch immer häufiger und erfolgreich das Texasrig.
      Gerade an Spots mit viel Unrat(dicke Äste und was sich sonst noch so im Rhein sammelt)im Wasser,spielt es seine Stärken bezüglich Hängergefahr aus.
    1. Avatar von Wolf.S.Barsch
      Wolf.S.Barsch -
      Kurz,knapp und präzise..so lobe ich mir einen Bericht. Thanks und Petri.
    1. Avatar von tuban24
      tuban24 -
      Super!
      Nicht zu viel, nicht zu wenig. Punktlandung.
      Petri!
    1. Avatar von Hecht2
      Hecht2 -
      Hey Super Bericht!
      Hat mir sehr weiter geholfen, aber eine Frage noch wenn man Hechte erwarten kann sollte man lieber Hardmono nehm oder ein anderes Material?
      Mfg.Hecht2
    1. Avatar von nature
      nature -
      Dünner flexibler Stahl - funktioniert problemlos sowohl am T- als auch C-Rig...
    1. Avatar von Hans
      Hans -
      Nimm in diesem Fall lieber Titan. Grund: es kringelt nicht. Wenn das Blei hin und her rutscht, neigt normales Stahlvorfach dazu, sich einzukringeln. Auf Dauer macht das keinen Spaß und man braucht 2-3 Vorfächer mehr pro Angeltag.
    1. Avatar von Der Fischer vom Bodensee
      Schönes Thema! Bei uns am Bodensee ist diese Montage schwer im Aufkommen, denn sie bringt ab und zu tatsächlich auch noch gute Fische, wenn sonst überhaupt nichts mehr geht.

      Wir montieren zwischen Haken und Perle einen zusätzlichen, verschiebbaren Gummistopper, um die Montage ganz flink auch als C-Rig verwenden können. Allerdings sind bei uns die Bulltes nur um die 5-8g leicht. Bei optimaler Paarung Schnurdicke/Stoppergrösse verrutscht beim Angeln auch als C-Rig kaum was und funktioniert in meinem Fall top.

      Mit richtig schweren 3Oz Bullets aus Tungsten (werde so was "für's Salzige" ins Auge fassen) schaut dies wohl etwas anders aus... Gibt es dafür eventuell spezielle Stopper, die sich von Hand verschieben lassen, aber trotzdem noch genügend gut auf der Mund-Schnur greifen?

      Schränkt das relativ steife Titan oder dünner Stahl den Lauf des Köders nicht zu sehr ein? Könnte für gewisse Zwecke interessant sein!
    1. Avatar von khagelay
      khagelay -
      Ich halte TR & Titan in klaren Gewässer für total unbrauchbar; am Bodensee gilt dies mit Sicherheit auch.

      Da gibt es meines Erachtens 2 Möglichkeiten; vollkommen auf TR und CR verzichten und auf die schnellere Führungsart des Jiggens zurückgreifen, oder - und jetzt werde ich gekreuzigt - dickeres FC (0,38) als Hauptschnur verwenden und alles direkt binden. Zwichen Rute und Bullet einen Stopper, damit das Bullet beim Weitwerfen sich nicht zu weit vom Ködern entfernt. Hechtabrisse kommen sehr selten vor, da meist wunderbar knapp gehakt. Falls doch, sind die Einzelhaken kein Problem für Hechte, vor allem wenn man den Widerhaken andrückt.

      PS: von der Köderwahl logischerweise Barschköder; gezieltes Hechtfischen heißt für mich Stahl- bzw. Titanpflicht.
    1. Avatar von robert
      robert -
      Zitat Zitat von khagelay Beitrag anzeigen
      Ich halte TR & Titan in klaren Gewässer für total unbrauchbar ein; am Bodensee gilt dies mit Sicherheit auch.

      Da gibt es meines Erachtens 2 Möglichkeiten; vollkommen auf TR und CR verzichten und auf die schnellere Führungsart des Jiggens zurückgreifen, oder - und jetzt werde ich gekreuzigt - dickeres FC (0,38) als Hauptschnur verwenden und alles direkt binden. Zwichen Rute und Bullet einen Stopper, damit das Bullet beim Weitwerfen sich nicht zu weit vom Ködern entfernt. Hechtabrisse kommen sehr selten vor, da meist wunderbar knapp gehakt. Falls doch, sind die Einzelhaken kein Problem für Hechte, vor allem wenn man den Widerhaken andrückt.

      PS: von der Köderwahl logischerweise Barschköder; gezieltes Hechtfischen heißt für mich Stahl- bzw. Titanpflicht.
      Nicht gekreuzigt-Ich mach es genauso. Wenn man dann noch den Wiederhaken andrückt, ist es für nen Hecht sicherlich recht schonend.