• Rutenbau-Tutorial : Das Gesamtwerk ! Teil 1

    Hi Freaks,
    da es so wenig bebilderte Berichte zum Thema Rutenbau gibt und sich momentan viele mit dem Thema beschäftigen, möchte ich nun Einen beginnen.

    Wichtige Warnung vorab !


    ALLE hier gezeigten Vorgehensweisen entsprechen gesammeltem Wissen, welches ich mir angelesen habe. Ich bestehe nicht auf deren Richtigkeit !

    Allen voran ist bei solchen Arbeiten jeder für seinen Selbstschutz verantwortlich und sollte sich im Umgang mit scharfen Werkzeugen auskennen, sowie geeignete Schutzausrüstung in Form von Schutzbrillen, Gehörschutz, Handschuhen, usw. tragen ! Ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden an Mensch oder Material !

    Demnächst steht bei mir wieder ein Projekt an, die Finger kribbeln bereits, einige Teile sind geordert, spätestens nächste Woche wird angefangen !

    Aber wobei schaut ihr mir da eigentlich zu ?
    Aaaaalso, ich habe folgendes vor :

    1. Auf Basis des Golianos Twitchbait Blanks den ich bereits zum 3. Mal umbaue wird wieder eine Baitcaster aufgebaut
    2. Ich beschreibe und fotografiere den Prozess, der sich mit den Themen Stripping des alten Blanks, Vorbereitung zum Neuaufbau, dem auswählen der Komponenten und dem Aufbau an sich befasst.
    3. Die Curado 51E die sich momentan mit ihr paart, soll auch in neuem Glanz erstrahlen, d.h. sie wird im Laufe des Umbaus umlackiert und auf die Rute angepasst. ----> Wird nicht durchgezogen, da ich dafür eine Airbrush, Mini-Sandstrahgerät und Farben besorgen müsste, ist mir für eine einzige Curado leider zu teuer !

    Damit ihr Euch vorab ein Bild machen könnt, um welche Rute es sich handelt, poste ich weiterführend mal den Link zum jetzigen Aufbau :

    Golianos Twitchbait 2. Aufbau

    Das Strippen wird in den nächsten Tagen bereits von statten gehen, über Teilelieferungen usw. werde ich dann ebenfalls informieren, damit es einen Überblick gibt, in welche Richtung das Ganze überhaupt geht.

    Links zu den bekannten und guten Rutenbaushops, dort kann sich jeder Interessierte vorab mal umschauen, was es so Alles gibt :
    http://www.cmw-angeln.de/angelgeraet...-angelgeraete/
    http://www.tackle24.de/
    http://www.karl-bartsch.de/

    Let´s get started !

    Hier vorab noch ein paar Bilder der Biegekurve und der aktuellen Beringung mit Spiral Guide System ( Belastung 500g ) :

    Golianos "The Black Stallion" 6", 3/16-1/2 oz

    Part 1 : Striptease !!!

    Die erste Arbeit besteht darin, alle vorhandenen aufgebauten Kompenenten vom Blank zu entfernen. Dieser Vorgang wird als "strippen" bzw. "stripping" des Blanks bezeichnet. Dazu gibt es nun verschiedene Ansätze. Bei einem lackierten Blank, macht es Sinn den Lack mit einer zu ca. 90° aufgestellten Klinge abzuschaben. Hierfür eignet sich im Prinzip alle möglichen scharfen Klingen, sei es von einem Cuttermesser, einem Jagdmesser, einem breiten Stecheisen, usw... Wie angedeutet, wird Material abgetragen, indem man die Klinge bei fast 90° Anstellwinkel über den Blank zu seinem Körper hinzieht ( Ich schabe ungern vom Körper weg, aber Vorsicht!!! Verletzungsgefahr ! ). Dies geschieht im Gegensatz zum Schneiden sehr kontrolliert. Die Gefahr in den Blank zu schneiden, geht gegen 0.

    Update 8. Februar 2013 Werkzeug :
    Hier eine Auflistung an Werkzeug, welches hilfreich ist :
    Cuttermesser, ( in meinem Fall benutze ich ein mehrschneidiges Stecheisen "2cut" von Kirschen, zu sehen rechts neben dem Cuttermesser ), Eisensägen, ( in meinem Fall ein oszillierender "Multischneider" der Marke Fein, zu sehen rechts außen im Bild ) breite Schraubendreher zum Hebeln am Rollenhalter, Rohrzange und evtl. einen Heißluftföhn zum Erwärmen des alten Klebers.


    Ringe runterschneiden :
    Das Runterschneiden der Ringe geschieht, indem man einfach vorsichtig die Garnreihen, die auf dem Blank liegen, durchtrennt und abfriemelt. Überschussiger Lack und Garnreste werden dann vor dem Schleifen entfernt.


    Entfernen des alten Lacks :

    Wie oben beschrieben geschieht dies schabenderweise. Hier ein Bild zur Verdeutlichung, wie die Klinge angestellt wird. In dem Fall wird sie nun Richtung links gezogen und trägt so feine Späne ab.


    Griffsektion abtrennen :
    Hier wird vorsichtig der Duplon in mehreren Schichten abgetragen, einfach schichtweise abschneiden und Reste mit den Fingernägeln "abpulen".


    Winding Checks entfernen :
    Auf diesem Blank sind 3 Winding Checks verbaut die es zu entfernen gilt. Alle müssen Richtung Steckverbindung entfernt werden, da diese auch von dort aus aufgezogen werden und im Durchmesser zu klein sind, um am Buttend des Blanks abgenommen zu werden. Den Check vor dem Rollenhalter habe ich mit der Klinge rundrum etwas angeschnitten und dann vorsichtig abgehebelt :


    Die beiden Checks am Splitgrip forderten gröberes Werkzeug, bevor die entfernt werden können, muss natürlich auch der Rollenhalter runter. ( nächster Schritt im Tutorial ) Ich habe da wenig Berührungsangst und nutze die Rohrzange, um den Ring vom Blank runter zu drehen. Funktioniert einwandfrei, da die Checks Centartikel sind, mache ich mir nicht die Mühe sie zu erhalten.


    Rollenhalter entfernen ( Der schwiergiste Part bei einem Umbau! ) :


    In meinem Fall habe ich den Vorteil der oszillierenden Säge genutzt, Andere müssen sich mit einer langen Eisensäge behelfen und den Rollenhalter in mehrere kleine Sektionen zersägen und dann abnehmen. Bei mir reichte ein gerader glatter Schnitt und ich konnte ihn vom Blank hebeln und abdrehen. In seltenen Fällen lassen sich die Rollenhalter von Hand vom Blank lösen, indem man Rollenhalter und Blank gegeneinander verdreht, dies gilt vorher auszuprobieren. Man kann dazu den Rollenhalter auch vorsichtig in einen Schraubstock einspannen und versuchen, wenn die Griffsektion noch vorhanden ist, den Blank zu drehen und ihn damit zu lösen. In vielen Fällen hilft aber nur der Griff zum Werkzeug, vor allem bei direkt auf dem Blank verklebten Rollenhaltern.


    Nun werden mit dem Messer alle verbliebenen Lack- und Klebereste abgeschabt, so wenig wie möglich, so viel wie nötig, umso weniger Schleifarbeit benötigt es später.

    So sieht der Blank dann nach der ganzen Behandlung aus, und es geht weiter zu Part 2 !


    Part 2 : Das vorbereiten des Blanks

    Damit ist im Prinzip nichts Anderes gemeint als den Blank für das wickeln der Ringe vorzubereiten.
    Wenn jemand seinen Blank in einer Lackfarbe haben möchte oder ihn klar lackieren will, bevor er die Ringe anbindet, zählt dieser Schritt ebenso.
    Bei meinem jetzigen Aufbau werden die Ringe auf den "nackten" Blank gewickelt und nur die Bindungen lackiert, um Gewicht einzusparen, was hoffentlich noch etwas mehr Schnelligkeit mit sich bringt.

    Hierfür eignet sich Nassschleifpapier hervorragend. Schleifpapier, auch bekannt als "Schmirgelpapier" gibt es in verschiedenen Körnungen. Je höher die Zahl, desto feiner das Papier. Als grobe Richtlinie würde ich so ca. 200er Körnung für den allergröbsten Schliff empfehlen, wenn wirklich noch hartnäckige Klebe- oder Lackreste entfernt ( die sich vorher aber auch auf andere Weise mechanisch entfernen ließen, dazu später mehr ) werden sollen. Ansonsten nicht unter 400er loslegen.
    Die Körnung wird dabei aufsteigend feiner werdend gewählt, in meinem Fall bis 1000er Körnung zum Finish. Zu beachten ist, dass es mit jeder feineren Körnung möglich sein sollte die Schleifspuren der vorherigen Körnung in kurzer Zeit wegzuschleifen. Deswegen lieber etwas feiner anfangen, als später stundenlang Riefen wegschleifen müssen. Das trägt zudem unnötig viel Material vom Blank ab. An einem werksfrischen Blank sind für gewöhnlich keine Schleifarbeiten nötig ! Hier empfiehlt es sich im Einzelfall allerdings das Ende welches später vom Handteil verdeckt wird grob anzuschleifen, ( 80er oder 100er Körnung Trockenschliff ) damit der Kleber für Reargrip und Rollenhalter eine bessere Haftung bekommen. Gilt nur, wenn nicht mit Kreppband/Distanzrohr -> "Arbor" unterfüttert werden muss und man einen im Innendurchmesser passgenauen Griff und Rollenhalter verbaut !

    Das Nassschleifpapier wird also satt in Wasser eingeweicht und in Längsrichtung der Blank damit beschliffen. Vorteil im Gegensatz zum trockenschleifen : Sämtliche Schleifpartikel werden vom Wasser aufgenommen und größtenteils abgeführt und nicht beim schleifen jedesmal wieder auf der Oberfläche verrieben. So ergeben sich automatisch feinere Ergebnisse als beim Trockenschliff.
    Achtung ! Beim Trockenschleifen unbedingt eine Staubmaske tragen !

    Meine Auswahl an Nassschleifpapier (400er, 600er, 1000er)


    Zu kleineren Stücken geschnitten und eingeweicht in eine Schale Wasser
    ( die zwischendurch auch zum zum "Auswaschen" des Papiers dient. )

    Nun werden Blank und Schleifpapier schön nass gehalten und so lange geschliffen, bis alle verbliebenen Lackreste runter sind. Danach kommt mit dem 600er der erste Feinschliff und mit dem 1000er das Finish. Immer schön den Blank drehen beim Schleifen, damit gleichmäßig in der Rundung Material abgetragen wird. Und da ich gerade keine Gummihandschuhe mehr hab, sehen die Hände schnell so aus, der Staub ist unheimlich hartnäckig !


    Der fertig geschliffene Blank :
    Waren wir dann sorgfältig, werden wir mit einem Ergebnis wie bei einem werksfrischen Blank belohnt, was wie folgt aussehen kann :

    Part 3 : Aufbau des Handteils (UPDATE 2, 18. Februar )

    Shopping !

    Der Aufbau des Handteils besteht im wesentlichen darin, sich erstmal darüber klar zu werden, wohin die Reise gehen soll.
    In meinem Fall stellt mich der Steez-Rollenhalter vor die besondere Herausforderung einen außermittig gearbeiteten Griff verbauen zu müssen, da das hintere Teil des Rollenhalters nicht mittig zum Blank liegt.
    Somit benötige ich ein Stück Vollduplon ( Bei Tackle24 gibt es sowas, ist ein Block in den Abmessungen 500mm x 50mm x 50mm )
    Warum ? Alle meine Ruten besitzen einen Duplon-Griff, welcher zur Mitte hin schmaler wird ( Major Craft Day´s, Tailwalk Muddy Walker und Go.Emotion ML Spinning ).
    Somit soll sich auch diese Rute optisch einreihen.
    Hier stehen also persönliche Vorlieben im Vordergrund.
    Was ihr letztendlich braucht hängt von eurem Geschmack ab, die Auswahl und die Kombinationsmöglichkeiten sind nahezu endlos, sodass ich auf dieses Kapitel nicht tiefer eingehen werde.
    Wichtig ist hierzu nur zu wissen, wie dick der Blank an den Stellen ist, wo später Rollenhalter, Griff und Endkappe sitzen sollen. Außerdem ist zu klären wie der Reargrip und Foregrip aufgebaut werden sollen. Dementsprechend bestellt man die benötigten Teile.
    In meinem Fall wie bereits angedeutet absolut custom, hier komme ich mit vorgeformten und vorgebohrtem Duplon nicht weit.
    Dies gilt allerdings nur für meinen Aufbau, es gibt wie beschrieben hunderte Möglichkeiten einen Griff aufzubauen und dafür bereits fertig geformte und durchbohrte Duplon- und Kork-Teile, Carbontubes, usw.
    Deswegen ist der weitere Werdegang dieses Tutorials nun nicht unbedingt allgemeingültig und sehr speziell, da hier viel Handarbeit gefragt ist.
    Es geht später beim verkleben dann aber so weiter, wie man es auch mit Formteilen machen würde, von daher sind die nächsten Schritte nun nur wichtig, falls jemand vor einem ähnlichen Aufbau steht.

    Rollenhalter anpassen

    Da ich einen Rollenhalter verwende, den ich von einem anderen Stück Rute abbaue, säge ich dort einfach den Blank vorn und hinten bündig ab. Somit ergibt sich für meinen Rollenhalter auf dem hinteren Ende genügend Standfläche, um den Halter aufzubohren. Hierzu ermittle ich am Blank die spätere Position des Rollenhalters und messe den größten Durchmesser am Blank, wo der Rollenhalter später sitzt. In meinem Fall 9,5mm.
    An der Standbohrmaschine ist der Fall dann in 2 Minuten erledigt und der Rollenhalter sauber mit 9,5mm durchbohrt :

    ( Schön wäre es gewesen, wenn Alles so vorbildlich geklappt hätte. Beim bohren mit 9,5mm verblieb vom alten Blank eine "Hülse" von ca. 1mm Durchmesser. Somit muss ich den Rollenhalter später leicht an meinem Blank unterfüttern, da dieser nun einen Innendurchmesser von rund 10,5mm hat. )

    Teilelieferung

    Nachdem alle benötigten Komponenten geliefert sind, verschaffen wir uns erstmal eine kleine Übersicht, was wir alles davon benötigen.
    Ich habe, da ich bezüglich der Endkappe unschlüssig war, 3 Varianten ausprobiert. Dafür habe ich die Daiwa-Kappe angebohrt, sodass ich sie auf den Blank stülpen kann. Außerdem eine Einsteckkappe von Tackle 24 und eine Duplonkappe, ebenfalls von Tackle 24 bestellt. Ich habe mich für den Verbau der Daiwa-Kappe entschlossen, da hier der eloxierte, goldene Teil farblich am ehesten passt. Außerdem zu sehen : Goldenes Ringbindegarn und im Hintergrund das Stück Vollduplon. Das Lineal liegt zur Verdeutlichung der Problematik mit dem außermittigen Rollenhalter zur Ansicht parallel zum Blank. Den Duplon muss ich entsprechend dieser Linie irgendwie anpassen.

    Rollenhalterposition festlegen und Duplon zuschneiden

    Wie habe ich die Position des Rollenhalters ermittelt ?
    Nun, relativ zwecknah. Die Rute soll für kleine Hardbaits eingesetzt werden und sie ist später kurz und sehr leicht, was sie für Einhandbedienung prädestiniert. Dementsprechend kann der Reargrip sehr kurz ausfallen, was dem beschleunigen mit einer Hand und dem twitchen zu Gute kommt.

    Ich möchte also rund 17cm Reargrip aufbauen und markiere mir die Hinterkante des Rollenhalters mit einem Stück Tape :


    Danach markiere ich das nötige Stück Duplon und säge es vom Block ab, mit etwas Zugabe, falls später noch was weggeschnitten werden muss an einem Ende :


    Nun werden Rollenhalter und Endkappe vermessen, damit ich weiß; wie weit ich den Duplonklotz schonmal vorschneiden kann :


    Mit einer Vorschubhilfe schneide ich das Stück dann kurzerhand an der Kreissäge auf 32x32mm auf. VORSICHT VERLETZUNGSGEFAHR ! Mit einem Messer oder einer Eisensäge ließe sich das Stück auch mechanisch auftrennen !


    Der Block ist nun schonmal etwas passender für mein Vorhaben :

    Einpassen der Abschlusskappe :

    Da die Abschlusskappe später mittig auf dem Blank sitzt, nutze ich diese als Anhaltspunkt für die spätere Mitte des Griffes. Diesen Punkt reiße ich mir an und bohre die Abschlusskappe ein, in diesem Fall zuerst 25mm, dann 15, da die Kappe stufenweise geteilt ist.

    Sind beide Löcher gebohrt sieht das Ganze dann etwa so aus :


    Handteil aufbohren :
    Nun wird der Durchbruch für den Blank gebohrt. Zuerst das Buttend des Blanks messen ( dickster Teil auf dem das Duplon später sitzt ). Ich habe dann mit einem langen Bohrer mit 10mm Durchmesser den Blank durchbohrt. Als Richtungshilfe dient ein Lineal als Verlängerung der Bohrlinie, damit man in etwa die Richtung halten kann.


    Dann sollte man etwa mittig aus dem anderen Ende rauskommen ( Dafür habe ich den Duplonblock 2mm größer geschnitten, als der Rollenhalter breit ist, falls ich etwas beim Bohren daneben liege ).


    Dann eine kleine Passprobe, ob alles so sitzt wie erhofft ( Jubelschreie und durchatmen erlaubt, wenn´s passt ;) ).


    Duplon/Handteil formen :

    Nun habe ich mir schonmal die Außenränder des späteren Griffes markiert. Das sind jeweils die Linien passend zum Außendurchmesser des Rollenhalters und der Abschlusskappe. Sie dienen nun als Orientierung beim ersten Abtrag des Materials.


    Mit einem scharfen Messer lässt sich der Duplon gut schneiden. Hiermit habe ich nun die grobe Form heraus gearbeitet :


    Nun habe ich mir eine kleine Schablone aus einem dünnen Streifen Buchenholz zurecht geschnitzt, um einen Anhaltspunkt zu haben, wo ich noch etwas wegnehmen muss :


    Hiermit habe ich dann einmal rundrum Material abgetragen und die Schablone an verschiedenen Stellen zur Kontrolle angelegt :


    Nachdem die grobe Form herausgearbeitet war, habe ich dann mal die Rolle montiert und den Griff mal mit Rolle in die Hand genommen, um zu schauen ob alles gut in der Hand liegt. Passt !


    Nun habe ich den Rollenhalter provisorisch am Blank fest geklebt, damit nichts mehr verrutscht und die Bereiche abgeklebt, die ich beim Schleifen unbeschadet lassen will. Also den Rollenhalter und den Zierring der Abschlusskappe. Dann habe ich den Duplon mit 80er Trockenschliffpapier endgütig in Form gebracht und die Schnitzer vom Messer geglättet.


    Das Ganze geht recht flott von der Hand. Danach bin ich noch vorsichtig mit 180er Trockenpapier drüber gegangen und habe letzte Feinheiten definiert. Das Ganze sieht dann trocken zusammen gesteckt so aus :


    Fortsetzung folgt in Teil 2
    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Rutenbau-Tutorial : Das Gesamtwerk ! - Erstellt von: -GT- Original-Beitrag anzeigen
    Kommentare 8 Kommentare
    1. Avatar von huhu77
      huhu77 -
      Geiler Bericht!
    1. Avatar von pike
      pike -
      Sehr schöner Bericht und sehr schöne Rute!!!!
    1. Avatar von Dietmar
      Dietmar -
      Hi,

      ein schöner Bericht. Vielleicht noch ein paar nützliche Anregungen. Wenn man die Ringwicklungen auf den Stegen der Ringe durchschneidet, läuft man nicht Gefahr versehentlich in den Blank zu schneiden.

      Zum Schaben eignet sich auch sehr gut ein sogenannter Martor Argentax Schaber Nr. 44. Das ist im Grunde eine Balsaholzhobelklinge mit einem Kantenschutz auf einer Seite. Soetwas benutzte man früher zum Korrigieren technischer Zeichnungen auf Transparentpapier. Ein scharfer Dreikantschaber geht auch. Kommt immer ein wenig auf den Lack an.

      Ein Fein Multimaster ist ein tolles Werkzeug. Es gibt mittler Weile auch günstige Nachbauten bzw. Kopien. Mit einem kreisrunden Segmentsägeblatt sägt es sich deutlich ruhiger. Die Sägeblätter sind bei einigen Kopien qualitativ nicht schlechter als bei Fein, jedoch deutlich günstiger.

      Früher habe ich auch nass geschliffen. Ist eine fürchterliche Sauerei. Heute benutze ich lieber ein Scotch-Brite Schleifflies von 3M und arbeite trocken. Durch seine offene Struktur setzt es sich nicht zu.

      Viel Erfolg, Dietmar
    1. Avatar von jürgen
      jürgen -
      Danke für den sehr guten Bericht,
    1. Avatar von barschspezi
      barschspezi -
      super Bericht geworden.
    1. Avatar von Rambo1984
      Rambo1984 -
      cooler und interessanter Bericht klasse auch geile fotos.
    1. Avatar von Blackmax
      Blackmax -
      Danke für die aufwendige Dokumentation und die ganze Mühe, die du dir hier gemacht hast. Das macht sicher denen Mut, die auch mal einen Stecken selbst aufbauen wollen
    1. Avatar von lars1079
      lars1079 -
      Geiles Review/geiler Bericht ... echt klasse!