• Ebro 2012 Bienvenido a Mequinenza

    Hallo Leute

    Am 14.4 hatte das warten endlich ein Ende, der langersehnte Angelurlaub nach Spanien, am Ebro, stand am Programm. Um 07:00 Uhr ging unser Flug in Richtung Barcelona. Nach einen zweistündigen Flug stand auch noch eine zweistündige Autofahrt nach Mequinenza an. Dort angekommen wurden wir schon von unserem Guide Peter Malik erwartet.


    Danach bezogen wir unser Appartement und machten uns sogleich einen frühen Termin für den morgigen Tag aus.

    Guiding Tag 1

    Das Wetter war an diesen Tag leider nicht auf unserer Seite, starker Wind und Sturmböhen von70 Km/h war angesagt. Wir wollten eigentlich am oberen Stausee beginnen, aber der Wind zwang uns, den unteren Stausee zu beangeln.

    Das 115Ps starke Buster XL wurde geslippt und sofort steuerte Peter den ersten Spot an. Dort angekommen konnte Peter den ersten Zander überlisten. Mit 70cm ein wirklich schöner Stachler. Nach einer Stunde konnte ich auch endlich dann meinen ersten “Ebro Zander” landen. Nicht der Größte aber meine Erster aus Spanien.

    Trotz schlechten Bedingungen konnten wir zu viert, noch 12 Zander und einen schönen Barsch überlisten.




    Guiding Tag 2

    Heute wollten wir unbedingt am oberen Stausee angeln. Der Wind hatte zwar nachgelassen aber die Bedingungen waren nicht ideal und an ein normales Jiggen oder Werfen war nicht zu denken. Daher mussten wir auf Driftfischen ausweichen.

    Zur Montage: Wir verwendeten eine ganz normale DS Montage mit No Action Shad am 80g Blei, die wir im Drift seitlich vom Boot nachzogen und immer wieder mit kurzen Sprüngen animierten. Auch so konnten wir 10 Zander und einen schönen 43cm Barsch überlisten.


    Guiding Tag 3

    Black Bass am oberen Stausee war angesagt \m/

    Der Wind beruhigte sich, und wir konnten Jagd auf die Großmäuler machen. Wir suchten die erste windstille Bucht auf, wo das Wasser kristallklar und eine Tiefe von 1 bis 3m hatte.

    Mein Setup für Blackys

    Rute: Tailwalk Del Sol C632M

    Rolle: Shimano Scorpion 1001 XT

    Köder: O.S.P. Dolive Craw 4”, Jackall Cover Craw 4”

    Montage: Einfach 2m 0,24mm FC an die Hauptschnur gebunden und danach wird der Köder einfach am Offsethaken aufgezogen. Schnell wurden die ersten Bass ausgemacht und auf Sicht angeworfen, den Köder absinken lassen und mit kurzen Rucken animiert. Der Erste ließ auch nicht lange auf sich warten.




    Nach 3 Blackys wehte wieder mäßiger Wind und wir versuchten unser Glück an einer Steilwand auf Zander. Ich montierte mir einen 30g Jig einen Jackall Cover Craw und nach einigen Würfen bekam ich einen hammerharten Einschlag auf meiner Rute, den ich mit einen schnellen Anschlag quittiere. Sofort war mir klar das ein Waller meinen Köder eingesaugt hatte. Meine 2,40er Rocke bog sich schön zum Halbkreis und ich konnte nach 5 Minuten Drill einen schönen Ebrowaller von 115cm in die Kamera halten.




    Auch einige schöne Zander konnten wir zu einen Landgang überreden.


    Den Abend ließen wir, bei Bier und Wein, im Restaurant Bella Vista ausklingen.

    Guiding Tag 4

    Am vierten Tag haben wir uns wieder den Blackys gewidmet am oberen Stausee.

    Das Wetter machte den Anschein das es endlich windstiller wurde. Das Boot wieder geslippt und das Tackle verstaut. Peter, unser Angelguide, steuerte schnurstracks die erste Bucht an, wo wir auch gleich einen geschätzten 50+ Bass sehen konnten der gemütlich seine Runden drehte. Wir versuchte mit gezielten Würfen ihm die Köder zu präsentieren aber er zeigte keinerlei Interesse an unseren Gummi-Krebsen. So beschlossen wir in einer neuen Bucht unser Glück zu versuchen.


    Hier wimmelte es nur so von Blackys, schnell die Köder montiert und die Basse angeworfen. Nach ein paar Würfen konnte Michael einen richtig guten 46er Bass in die Kamera halten. Auch Flo meldete Fisch an.


    Auch ich konnte kurze Zeit später einen in die Kamera halten.


    Nach ein paar Fischen war aber der Spuk vorbei, und auch der Wind meldete sich wieder zurück, so das wir das Bass fischen abbrechen mussten und wir uns wieder den Zander widmeten. Ein paar schöne 60er+ konnten wir auch da wieder erwischen. Peter der “Ebrohunter” schoss natürlich wieder den Vogel ab und überlistete an einer Steilwand, beim Zanderfischen, einen kampfstarken Bass.








    Nach diesen gelungen Tag gönnten wir uns 1 -2 Flaschen Don Mendo, (Spanischer Rotwein) im Bella Viesta der geschmacklich wie Maggi Würze schmeckte.

    Guiding Tag 5

    Am fünften Tag sollten es große Zander werden, daher beschlossen wir den unteren See zu beangeln, wo die Durchschnittsgröße eigentlich besser ist als am oberen Stausee. Wir fingen zwar einige Fische an diversen Spots, von der Kinderstube bis zum Teeny war alles dabei, nur der erhoffte 80+ Zander war leider nicht dabei.






    Nicht nur das es Petrus nicht besonders gut gemeint hatte heute mit uns, zog auch noch ein Gewitter mit starken Regen auf, so das ein Abbruch im Raum stand. Zum Glück zog das Gewitter schnell vorbei. Leider mussten wir hier, ohne großes Highlight, den Angeltag beenden.

    Guiding Tag 6

    Mit etwas Wehmut da nun der letzte Angeltag angebrochen war, aber auch mit großer Vorfreude auf die anstehende Premiere, ein 4 Mann Float-Trip (Wallerspinnfischen) am Segre (Zufluss des Ebro) machten wir uns um 14 Uhr auf den Weg. Dort angekommen wurde das 4,4m Linder Boot zu Wasser gelassen, und wir bekamen eine genaue Einweisung worauf es bei dieser Fischerei ankommt. Wir mussten es schaffen, mit unseren Ködern so nah wie möglich die Uferregionen zu bewerfen, und das bedeutet den Köder maximal 20 cm vom Ufer entfernt anzubieten. Das ganze wird durch überhängende Bäume und Sträucher erschwert. Bewaffnet mittels Spinnrute (2,7 m / WG 250 g und Shimanorolle „Baitrunner 6500“) und 16cm Gummis starteten wir die Tour. Am ersten Hotspot angekommen, bekam ich auch gleich einen knallharten Biss. Sofort setzte ich den Anschlag und ich spürte am Ende der Schnur, heftige Gegenwehr. Leider verlor ich den Fisch nach kurzem Drill. “Egal,…” dachte ich mir, “es wird schon noch einer einsteigen!”. Kurze Zeit später bog sich die Rute von meinem Kollegen Flo bis ins Handgelenk. Nach einem 15min Drill konnte der Waller endlich gelandet werden.

    Was für ein Fisch 2,44m und 80kg.


    Danach gönnten wir uns ein kaltes San Miguel und setzten unsere Tour wieder fort.


    Weiter ging’s Flussabwärts, und nach einiger Zeit konnte Fol noch einen Wels von 1,2m in die Kamera halten. Die Dämmerung brach ein, und wir warfen hoch motiviert die 16cm Gummis ins Wasser. Und wieder war es Flo, der einen harten Biss bekam. Nach einen 10min Drill lies er sich das erste Mal blicken, und sofort brach erfreutes Staunen am Boot aus,…. ein Alpino Wels hatte sich an den Gummi vergriffen. Peter unser Guide konnte den Wels mit einem gekonnten Wallergriff ins Boot hieven.


    1,9m Ebrogold lag im Boot und wurde nach einem kurzen Fototermin wieder freigelassen. Danach passierte leider nichts mehr aufregendes, und um 21 Uhr beendeten wir den letzten, aber sehr erfolgreichen Angeltag.

    Mein Fazit zu Ebro 2012: Eine tolle und lehrreiche Woche, unter erschwerten Bedingungen, mit schönen Fischen, und einem Guide, Peter Malik, vom Team http://www.ebrohunter.com/, der wirklich alles menschenmögliche versucht, einem zum Traumfisch zu verhelfen.

    Lg und TL Andy von http://www.predatorhunters.at/
    Kommentare 7 Kommentare
    1. Avatar von hUn
      hUn -
      Klasse Bericht! Nur sehn ich mich nun umso doller endlich wieder am Ebro zu fischen. Anfang September ist es wieder so weit ;)
      Ich war letztes Jahr Ende August ebenfalls in Mequinenza, allerdings nur am unteren Stausee unterwegs. Einfach genial dort. Der Wind frischte bei uns lediglich in den Abendstunden teils kräftig auf. Am Tage brannte dafür die Sonne unerbittlich auf einen nieder :)
    1. Avatar von icedealer
      icedealer -
      Fetter Bericht, Petri zu der Traumtour !!!
    1. Avatar von simsalabim
      simsalabim -
      Toller Bericht!
      Petri zu der tollen Tour und den Fängen.
    1. Avatar von predatorhunters
      predatorhunters -
      Danke Jungs für das Lob

      @hUn Bist du mit einen
      Guide unterwegs oder auf eigene Faust? Was ist dein Zielfisch Nr 1 am Ebro Wels, Zander oder Bass?

      Gruß und TL Andy
    1. Avatar von hUn
      hUn -
      Mein Kollege und ich sind mehr oder weniger so drauf los. Wir haben quasi von Tag zu Tag den unteren Stausee immer weiter erkundet. War zwar mühselig aber hat halt auch seinen Reiz das Gebiet zu erforschen
      Haben nachts auf Wels gefischt und tagsüber zunächst aktiv auf Zander. Später fokussierten wir uns tagsüber fast ausschließlich auf die Barsche. Mussten dafür aber weite Strecken Stausee abwärts zurücklegen, da die anscheinend das trübere Wasser im oberen Bereich gemieden haben.

      Deswegen gehts dieses Jahr direkt in ein weiter unten gelegenes Camp
    1. Avatar von Jogi81
      Jogi81 -
      coller Bericht und Petri zu den Fängen!!!!!
    1. Avatar von Marci90
      Marci90 -
      Petri!!!