• Richtig Poppern... will gelernt sein

    Tja..
    fragt man 10 Angler, wie sie denn diese Oberflächenköder einsetzen,

    bekommt man auch 10 verschiedene Antworten



    Aus meiner Erfahrung muss man jede Köderführung auf den gewählten Köder abstimmen. Also kann man eigentlich nicht sagen...

    "So musst du es machen, oder so..."
    Jeder neue Wobbler wird von mir zuerst vor meinen Füßen im Wasser getestet…

    „Was muss ich machen, damit er so „läuft“,wie ich das haben will…????“

    Schon allein die verschiedenen Oberflächenköder, die ich verwende, sei es Pencilsticks, Popper, Blinker oder die Rapfenbleie... alle lassen sich auf ihre eigene Weise führen. Jeder hat so seine Eigenarten und Eigenschaften, die ihn zu einem fängigen Köder werden lassen. Wie auch beim Gummifischen haben sie eines gemeinsam...

    Das Ziel ist die BEWEGUNG, der sogenannte „Lauf“.
    Es soll ein flüchtendes oder sterbendes Fischchen imitiert werden.
    Hierzu gibt es verschiedene Führungsvariationen..

    Die flüchtende Version:

    Am liebsten fische ich die "Walk´n`the dog- Methode"
    Das bedeutet, dass der Köder, meistens Pencilsticks, wie der Bonnie95 oder 128 oder der Water Mocasin von Illex, im ZickZack über das Wasser geführt werden. Hierbei spielt die Ködergröße keine so große Rolle. Führt man aggressiv, beißen hauptsächlich Barsche, vorausgesetzt sie sind natürlich in der Nähe. Über große Entfernungen lassen sich die Burschen damit nicht anlocken. Wenn sie da sind, lassen sie sich aber damit auch aus der Tiefe an die Oberfläche locken.. Es macht Spaß, wenn die Barsche schmatzend versuchen den Köder zu erwischen..

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    Die permanente Zickzack-Bewegung auch "twitchen" genannt, imitiert ein umherirrendes, flüchtendes Fischchen. Verändert man dieses Laufverhalten und legt ab und an eine kurze Pause ein, lockt das Rapfen an.
    Ändert man diese Variante wiederum etwas ab und macht anstelle der aggressiven Führung einfach eine ruhige kurze Zugbewegung .. lockt das den Hecht zum Anbiss. Dieser schnappt in den Ruhepausen zu. Ein besonderes Schauspiel, da er meist von unten auf den Köder schießt und mitsamt diesem aus dem Wasser springt. Beim Rapfen gibt es einen großen Schwall.. mächtiger Zug folgt.. Das besondere an Rapfen eben… knallharter Biss.

    Die sterbende Version:

    Wie der Name schon sagt. Sterbend… das sind keine hektischen Bewegungen, sondern lang gezogene ruhige Bahnen, die der Köder vollzieht. Ein Ausbrechen auf die Seite, ein Zusammensacken, Absinken oder einfach nur ein ruhender Fisch soll hiermit simuliert werden. Diese Variante kann man mit jedem Wobbler vollführen. Wichtig dabei sind die längern Pausen. Damit der Köder auch wirklich in seiner Ruhestellung verharrt.. Der Biss erfolgt zu 90% beim Anziehen des Köders, da der Räuber davon ausgehen muss, dass seine Mahlzeit den Braten gerochen hat und das Weite suchen möchte.

    Meine Lieblingoberflächenköder für diese Fischerei sind der Living Dead, und der Hammer von Illex und natürlich der Hamakuru R. Die kostengünstigere Variante dieses Dreiteilers wird auch von DAM produziert. Die Dreiteiler fallen regelrecht in sich zusammen und sinken langsam zum Grund. Natürlicher kann man einen sterbenden Fisch nicht imitieren..

    Das aller wichtigste beim Poppern ist Geduld beim Anschlag mitzubringen. Das ist einfacher gesagt als getan. Letztes Jahr habe ich 80% aller Attacken in den Sand gesetzt, nur weil ich immer gleich den Anschlag setzten wollte. Hier darf erst der Anhieb gesetzt werden, wenn der Fisch an der Schnur zieht. Ich habe dem Fisch den Köder meistens vor der Nase weggezogen… frei nach dem Motto
    „Nein, nein… du bekommst ihn heute nicht…“ tja dumm gelaufen.

    Warum schreibe ich meine Erfahrungen auf, damit nicht alle den gleichen Fehler machen…
    Man lernt doch aus Erfahrung…

    Und nun viel Spaß beim Poppern……


    HK