• Nippon-Tackle / Edersee 2011

    AUS, AUS ABLEGEN
    Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen; nach diesem Motto von Matthias Claudius machten sich am Donnerstag zwei Hände voll fest entschlossener, angelhungriger Gesellen auf den Weg zum Edersee.



    Fabian hatte gerufen, um mit uns das lange Wochenende auf Barsch, Hecht und Zander angelnd zu verbringen.
    Von „am Zielfisch vorbei“ war genau genommen nicht die Rede….. dazu später mehr.
    Im Laufe des Donnerstages trudelten die Angler am Edersee ein, die Anfahrtswege teilten wir uns mit den sonnenhungrigen Feiertagsausflüglern, und den See mit Badegästen und Segelbooten. Kurz, es war ganz schön was los auf und rund um den See.



    Am vereinbarten Treffpunkt



    trafen wir uns mit Fabian und dessen Crew





    Die Crew :
    am Hauptmotor unser Jens, der die Funktionen des 1. Ingenieurs und des Steuermanns perfekt erfüllte. Am Bugruder, der Steuermann fürs Feine, Fabian alias Nippon persönlich und in der Mitte der Forenneuling und Ederseeveteran Marcel, der die Suche nach den Zielfischen unterstützte. Entsprechend der Ansage wurde dann der Edersee von seinen Jungs nach geeigneten Angelplätzen durchsucht - Guiding auf höchstem Niveau. Die Positionen waren doppelt besetzt. Als einer der Stammcrew verhindert war, sprang Jonas in die Breche und löste seine Aufgabe bravourös. Natürlich wurden wir gefragt, ob wir denn auch Lust dazu hätten den und den Fisch da und da zu fangen, wer mit wollte wurde „abgeschleppt“, denn die Batterien der Leihboote hatten nur eine begrenzte Leistung und unter Einbeziehung des Rückweges reichten die manchmal nicht aus. Aber wie Ihr seht wurde das Problem sauberst und Dank Torqeedo Cruise Power immer noch mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 8 Km/h gelöst.



    Kurzum wir klapperten am Donnerstagnachmittag noch die eine oder andere Stelle ab, jedoch blieb es im Wesentlichen bei den Fängen die am Morgen gemacht wurden. Lediglich Nippon Senior konnte gegen Mittag noch beweisen, dass auch fernab von JDM-Tackle (nun gut, die Rute war dann doch von Major-Craft) mit Spinner und co. schöne Barsche zu überlisten sind:



    Aus dem abendlichen Zanderjiggen wurde nichts, da die Pizzeria die georderte Pizza aufgrund von "Auftragsstau" erst nach mehr als einer Stunde auslieferte und das Abendessen in einer Gesprächsrunde mündete, die fast bis zum Frühstück andauerte. Der Schlachtplan für den nächsten Tag war zumindest geschmiedet, das ein oder andere Tackle vom neuen Bekannten begutachtet, gefachsimpelt und so weiter und sofort und vor allem in Nippon´s mitgebrachten Schatzkisten gewühlt…


    "wie Hunde um den Freßnapf"

    Die Zeit verrann schnell und dann kam der Schreck….
    Aufstehen 3.30
    Anfahrt zum See, Boote besetzen und Abfahrt zur 1. Angelstelle. Auf dem See sind teilweise recht weite Strecken vom Bootsverleih zurückzulegen und diese Zeit mussten wir mit einrechnen. Daher ging es im frühen Morgengrauen zu den Plätzen



    Der Fahrtwind war noch recht frisch und man kauerte sich in alles, was man dabei hatte – siehe Jupp

    aber diesen Sonneaufgang zu erleben, war das frühe Aufstehen schon wert.




    Dort angekommen erinnerten wir uns schnell an die Tipps vom Vorabend und fingen an zu fischen.




    Das klappte mitunter sehr gut.



    Ich selbst konnte meinen PB bei den Barschen erneuern 42 cm, gefangen mit der Combo
    Evergreen „The Dagger“ yellow Pixy/Pixzilla, 006er Power Pro und einem Illex Clyde Mudsucker.
    Da war ein Barsch, ich werf da mal hin
    Nach zwei Bewegungen des Köders attackierte der gestreifte Geselle den Oberflächenbait heftig und das Ergebnis sieht man oben. Jupp schüttelte nur den Kopf und als er nach Kopfschütteln und fotografieren wieder angelte, landete auch er noch ein paar schöne Barsche.




    Dies gelang auf den anderen Booten ebenfalls





    Auch diverse Hechte konnten verhaftet werden, die meisten aber klein, wobei wir diese dann eher bereits im Wasser abhakten und die Prozedur des Fotographieren ersparten.. ausser diesem hier von Hans und ein paar wenigen anderer Shots





    Massenfänge von denen auch im Thread teilweise berichtet wurde, kamen bei uns nicht vor. Die Fischversorgungsstellen bei den Verleihbooten waren beide ungenutzt, gänzlich ohne Schuppen und trocken

    Der stetig fallende Wasserspiegel und die aufkommende Hitze, der See gewann ca. 1 Grad Celsius pro Tag an Temperatur, taten wohl das Übrige. Nach dem Mittagessen, sofern man einen Cheeseburger um 10:30 Uhr so nennen kann,



    gab es noch die Gelegenheit für ein Gruppenfoto bei „Käthy“:



    Nach einer von Fabians Vater gegrillten und von seiner Mutter und seiner Freundin charmant servierten Stärkung am Nachmittag (einen ganz herzlichen Dank dafür) wurde der Abend geplant. Zanderjiggen vom Ufer war angesagt. Vorher wurden aber noch per Boot die Locations für den Abend ausgemacht und überprüft.








    Dann ging es zum Quartier und es wurde das Tackle für den Abend vorbereitet. Per Auto ging es dann zur ersten Stelle.



    Ein etwas unfreundlicher Geselle mit einem ca. 60 Kg schweren noch unfreundlicheren Gesellen auf vier Pfoten verdarb uns jedoch den ungetrübten Genuss des herrlichen Abends. Auch das dauernde Einreden „ach der tut nix“ half nicht wirklich weiter. Einige ganz mutige jiggten sich immer näher an die beiden „Gesellen“ aber eine verdächtig knirschende Flexi Leine und ein ungefähr 1000 mal dahergebrülltes
    AUS..... AUS.. ABLEGEN
    was die Töle schlichtweg ignorierte und mit Knurren und Bellen weiter fortfahren ließ, veranlasste uns zum Platzwechsel. Die zweite angefahrene Stelle war mit Knicklichtern im Wasser übersäht und da konnte man wirklich nicht jiggen ohne Gefahr zu laufen, die Ansitzangler zu vergrämen. Also ab zur dritten Stelle. Dort hatte Lukas einen Biss sowie einen gelandeten Zander-Schniepel, doch trotz allem war die Bissquote nicht hoch genug. Und da man ja „Fishing for men“ heisst gab es gegen 01.00 Uhr den nächsten Platzwechsel damit man auch um spätesten 04.00 Uhr aufstehen konnte. Diejenigen, die ihre Nachtruhe gegen einen weiteren Spotwechsel eintauschten, wurden mit diversen Bissen und Drills samt Aussteigern sowie letztendlich dem Anblick eines strammen Zanders belohnt, den Jens landen konnte:



    Auch Silas konnte noch einen kleinen Zander erwischen.
    Trotz totalem Überangeltsein waren alle am Morgen wieder auf dem Wasser










    kurze Pause - Treffpunkt immer an der gleichen Stelle...





    Neben den gewöhnlichen Begebenheiten am Wasser konnte sich das Nippon Tackle DEKA Bassboat gleichsam als Bergungs- und Abschleppboot beweisen, denn ein hilflos im Wasser (neben dem Kanu) paddelnder Schiffsbrüchiger hatte alle Mühe damit, den Segelschiffen auszuweichen bzw. sich dahingehend bemerkbar zu machen, nicht ungesehen überfahren zu werden… Also kurz die Ruten eingeholt, mit dem Torqeedo Cruise 2.0 den Gashahn aufgedreht und kurz darauf war das Boot mit 4 Personen besetzt und hatte ein Kanu im Schlepptau – der schließlich größte Fang des Tages.



    Gefangen wurde aber auch wieder:
    gleich am Morgen ein schöner Oberflächenhecht von mir



    Ein 72er Hecht (An dieser Stelle nochmals Danke an MKS fürs Keschern) Barsche

    und natürlich Andreas immer am Zielfisch vorbei, ein etwa 60+ Döbel, der den Popper kurz nach dem Aufklatschen genommen hatte. Nach drei spektakülären Sprüngen, ging der Tanz an der kleinen Fantasista erst richtig los. Nach einer schnellen und sicheren Landung wurden eilig zwei Bilder geschossen, damit der Döbel nicht zu lange aus dem Wasser ist.




    es wurden aber auch die Zielfische gefangen







    Die wohlverdiente Mittagspause wurde unter Eichen an einem schattigen Plätzchen mit Seeblick genossen.





    Hier wurden wieder Pläne gemacht. Für den Abend hatten die Experten den ultimativen Platz ausgemacht, Hoffnung und Motivation keimten auf und ließen das Schlafdefezit schnell vergessen. Also die ganz heißen Stunden genutzt, ins Quartier gefahren, `ne Mütze voll Schlaf genommen, um für den Abend wieder fit zu sein
    aber erst ging es frisch gestärkt zurück aufs Wasser




    Feierabend denn die Boote mussten noch "getrailert" werden





    Einzelne erlagen der Müdigkeit, gedachten der morgigen Heimfahrt und blieben lieber zu Hause oder fuhren nur die „kleine Runde“ um die Verleihstege herum. Um es kurz zu machen, die Berichte der abendlichen Zanderpirsch waren niederschmetternd; nur ein Biss erfolgte und konnte leider nicht verwertet werden.



    Für den Morgen wurde dann verabredet „Jeder startet wann er will“ gegen 12 ist wieder Treffpunkt im Quartier.
    An dem Morgen wurde mit wechselndem Erfolg geangelt, aber auch hier gab es ein paar Fänge:


    wieder kleinere Barsche und die passende Größe an Hechten dazu

    Die Zeit schritt voran und es war Zeit an die Heimreise zu denken. Nach Rückfahrt, Bootsübergabe und einer Stärkung im Quartier wurden die Koffer gepackt und das Tackle für den Transport gerüstet.




    Wie immer, wenn es toll war, fällt Abschied nehmen schwer. Ein Indiz sind sicherlich, die schon am gleichen Abend erfolgten Posts im Forum.
    Fazit:
    Tolle nette Leute, ein See der Lust auf mehr macht, vielfältige Angelmöglichkeiten. Ein Organisator, dem hier für Alles nochmals ganz herzlich gedankt sei und hoffentlich ein Wiedersehen zu einem späteren Zeitpunkt.
    Schee woars!!!

    Und zum Abschluß noch ein paar Bilder, die den Weg in den Bericht leider nicht gefunden haben, aber dennoch nicht verloren gehen sollten