• SummerJam 2014

    Summer Jam 2014 – Tag 0: Let’s get ready to rumble!


    Kennt ihr das, wenn man sich schon Wochen vorher auf ein Event freut und sich die letzten Tage ziehen wie Kaugummi weil man es kaum noch erwarten kann? Genau dieses Gefühl hatte ich im Vorfeld der diesjährigen SummerJAM.
    Die Versprechungen lasen sich aber auch nur zu gut: Ein Treffen von Verrückten für Verrückte. Ein Haufen Freaks, die sich Jahr für Jahr aufmachen, um den „Arschlochsee“ zu knacken. Besoffene Gesetzlose, die sich die Nächte um die Ohren schlagen... – JA! JA! JA! Genau das verdammt nochmal brauche ich jetzt!
    Am vergangenen Donnerstag war es dann endlich soweit. Das Warten hatte ein Ende – It’s time to JAM, Baby! Empfangen wurde ich, wie die meisten anderen wohl auch, durch Jensemanns bezaubernde Empfangsdame Trixie, die sich freute, mal wieder einen Idioten zum Spielen gefunden zu haben. Ihre Masche ist immer die Selbe, aber wer kann da schon wiederstehen?



    Von dem, was darauf folgte, gibt es kaum Bilder. Ist aber auch relativ uninteressant, Aufbauen halt. Zelte hier, Boote dort, Kajaks da. Ich will mir echt nicht vorstellen wie das letztes Jahr bei der 3-fachen Teilnehmerzahl ausgesehen haben muss. Waren auf jeden Fall auch so schon einige
    Handgriffe die getan werden mussten. Was dabei noch erwähnt werden muss: Vielen Dank an den netten Herren der uns spontan sein Boot für das Wochenende abgedrückt hat. Wie sich herausgestellt hat ist, oder war, er in der Landesstrafanstalt Bruchsal angestellt. An die darauffolgende Story kann ich mich irgendwie nicht mehr so recht erinnern aber...Öhm ja, seht selbst:



    Schön langsam wurde es dunkel und einhergehend mit der steigenden Anzahl von Ankömmlingen füllte sich auch der Bestand in der Bierecke. Schaut lecker aus:



    Hans wäre nicht Hans, wenn er nicht für alles vorgesorgt hätte. Leider hatte er nicht bedacht, dass sich unser Graf Dracula a.k.a. Micha mittlerweile gut in Deutschland eingebürgert hat. Deshalb sorgten seine, vor Knoblauch triefenden, Chilis zwar bei einigen für einen brennenden Rachen,
    verfehlten aber ihr Ziel deutlich: Micha von der Jam fernhalten. Deshalb musste Hans sein Versprechen wahr machen und Micha die versprochene BC-Combo überreichen. Mit etwas Phantasie könnte das ne Miniaturausgabe der Daiwa Viento sein.




    Einige legten ihm nahe Schnur darauf zu machen und ne Runde damit zu fischen.... .... weniger gefangen hätte er damit auch nicht, wie es sich später herausstellen sollte.
    Es wurde ja schon im Vorfeld angekündigt, dass der Donnerstag hart werden würde und eines kann ich euch sagen: Damit wurde definitiv nicht übertrieben. In einer ausgelassenen Runde schmeckt das Bier halt einfach immer besser und so drehte sich auch die Uhr immer schneller. Irgendwann kurz nach 5 Uhr morgens sind dann auch bei den letzten die Lichter ausgegangen – um halb 7 sollte es ja auch wieder Hell werden und wir waren natürlich alle zum seriösen Hechtfischen da. Naja, zumindest haben wir das da noch gedacht....

    Hier noch ein paar Bilder vom Abend:





    Summer Jam 2014 - Tag 1: Hartes Brot

    „WAS ZUR HÖLLE?!“ Ich glaube ich bin nicht der Einzige der das gedacht haben muss als nach einer viel zu kurzen „Nacht“ der Wecker klingelte. Während die knallharten Jungs wie Olti, Stefan v.H. oder Hans ganz locker aus ihren Autos / Zelten sprangen und sich auf den Angeltag vorbereiteten, musste ich mich von Frühaufsteher Fixel aus dem Zelt triezen lassen. Purer Hass....

    Eine kleine Entschädigung dafür lieferte immerhin der wunderschöne Morgen




    Fischtechnisch gibt es von diesem Ausflug leider kaum etwas zu erzählen. 4 oder 5 Hechte sollen gefangen worden sein. Angesteckt durch die Giesen-Crew um die beiden Big-Bait-Brüder haben es fast alle irgendwo im Freiwasser mit relativ großen Ködern versucht. Einzig Olti konnte direkt im Kraut den wohl dümmsten Hecht im ganzen See fangen. Nachdem er schon bei der ersten Attacke hing und im Drill verloren ging, hat es wohl noch 4 weitere Attacken gebraucht, um ihn endlich im Boot zu landen (kein Bild).
    Der miesen Ausbeute entsprechend dauerte es nicht lange, bis sich alle um den Ponton alias Kajak-Anlegestelle versammelten:




    Ein kleines Highlight war es, als Steffen die nagelneue handmade Barschrute seines Bruders in die Hand nahm, sie sofort mit einem Hechtschniepel entjungferte und mit den Worten „Die ist schei*e, die kann nur Hecht“ zurückgab. Wenn Blicke töten könnten....

    Während es nun für manche definitiv Zeit für einen Mittagsschlaf wurde, legten andere einen gemütlichen Plausch ein, begrabbelten Tackle oder unternahmen Probefahrten mit Kajaks. Gerade bei Letzterem kam öfters mal die ganz unerwartete Erkenntnis: „Sowas brauch ich auch – unbedingt!“
    An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an Jan a.k.a. Eljanos, zu dem wir Anton ins betreute Fischen abschieben konnten – und das auch noch völlig kostenlos!





    Einer hat sich dann doch klammheimlich von der Gruppe abgesetzt um ne Runde fischen zu gehen. Tja, der Hans der kann’s...



    Als er wieder an Land war, erklärte er sich dazu bereit das Echolot von BassQ einzustellen. Das Einstellen an sich war nicht so das Problem, es aus dem Boot zu holen dafür umso mehr. So kam es, dass der gute Andreas beim Aussteigen aus dem Boot rückwärts einen Abgang machte, im Wasser
    landete und Zitat: „Wie eine Leiche unterging und genau so wieder Auftrieb nur um gleich nochmal abzutauchen.“ Hans war aber gleich zur Stelle und
    hat ihn wieder rausgezogen.
    Wie war das noch gleich? Richtig, Der Hans, der kann’s.

    Abends fuhren dann fast alle noch einmal raus um den Großhechten nachzustellen. So wirklich hat das aber wieder nicht funktioniert. Wenn überhaupt, bissen nur ein paar Schniepel von denen es keine Bilder gibt.
    Immerhin war das Wetter, wie übrigens das ganze Wochenende, top.



    Wenig später befeuerten die Big-Bait-Brüder den Smoker und diejenigen, die sich an der Sammelbestellung beteiligt hatten, erwartete ein kulinarisches Festmahl. Allen anderen bot sich immerhin ein Bild für Götter:





    Hatte irgendwie etwas barbarisches, die Aktion:



    Nachdem ich mir noch diverse Tipps von Hans geben ließ, die sich übrigens als wirklich hilfreich herausstellten, musste ich dem Donnerstag dann doch
    Tribut zollen und schlafen gehen. Hier endete der Freitag für mich.

    Summer Jam 2014 - Tag 2: Hechtalarm & Eiweißverlust

    Irgendetwas war anders an diesem Morgen. Es war kalt – Arsch kalt um genau zu sein. Ob das die Hechte mögen? Keine Ahnung, schlechter kann es ja eh nicht mehr werden.



    Während die Meisten beim Frühstück saßen und sich darüber den Kopf zerbrachen, ob der Hintern der Bedienung wirklich so knackig ist oder nur die
    Proportionen der Schenkel ihn so wirken lassen...



    ...waren Fixel und ich auf dem Wasser, um die von Hans bekommenen Tipps in die Tat umzusetzen. Es hat sich voll gelohnt. Nachdem Felix meinen einzigen Spinnerbait geschnorrt und direkt beim 2.Wurf einen richtig guten Nachläufer der Kategorie +/- 90cm hatte, konnte er 5 Minuten später diesen
    schönen Hecht hier fangen.... Auf meinen Köder, der Sack:



    Witziger Weise hat es kurz danach auch bei mir gerappelt. Aber nur nachdem ich meinen Köder wieder zurückbekommen habe. War wohl der goldrichtig an diesem Tag.



    Auch Barschspezi konnte sich mit einem Barsch entschneidern


    Anhang 86373

    Dann, um die Mittagszeit, brach auf einmal Unruhe an Land aus. Was als so unwahrscheinlich galt, dass es zuerst keiner glauben wollte, wurde plötzlich harte Realität. Der See wurde geknackt, Freddy hatte gemetert! Auf 11m Tiefe gefangen, 1,15m und keine Zähne im Maul, was dem Fisch den
    Namen Lutsch-Oma einbrachte. Natürlich hatte der Fisch zu einer Uhrzeit gebissen in der, wie uns von der Giesen-Crew gesagt wurde, „absolut nichts geht“.... Naja, wahrscheinlich sind bei diesem Fisch die Fressphasen einfach etwas länger, weil er die Beute erst auslutschen muss. Keine Ahnung was Freddy mit dem Fisch gemacht hat, aber Erzählungen zufolge, führte der Fang
    dieses Brettes zu starkem Eiweißverlust beim Fänger. Kein Wunder beim ersten Meter – und das dann auch noch im „Arschlochsee“.
    Hier die Bilder:




    Dass das Ufer danach wie leergefegt war, brauche ich glaube ich nicht zu erwähnen. Alle waren im Hechtfieber! Übrigens sehr zum Leidwesen eines einheimischen Anglers, der zu praktisch jeder Bootsbesatzung gerudert ist nur um sie anzugeiern, weil die Tennisbälle an seinem Bootsplatz fehlten.
    Die Konversation verlief anscheinend immer gleich: „Wisst ihr wer meine Tennisbälle weggenommen hat?“ „Keine Ahnung, wahrscheinlich die Hunde...“
    „Die Hunde machen sowas nicht, das war jemand von euch!“
    ...Aha...
    Hier, der offizielle Sündenbock:


    Schäm dich, Trixie!

    Als Teilzeit-Sheriff ist ihm natürlich auch nicht entgangen dass dieses erotische Bikini-Shooting (mittlerer Steg) an seinem Gewässer stattfand:



    Direkt an dem Steg muss es echt gut gebissen haben, denn diese Stelle fischte er besonders gründlich ab. Ein paar Meter weiter links (aber erst nachdem das Shooting schon zu Ende war) konnte Hans nochmal den Zielfisch erwischen:



    Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang....



    ... trafen wir uns am Lagerfeuer um den Meter zu begießen. Freddy war dabei so nett uns ganzen Nichtsfängern den Standplatz des nächsten Meters zu verraten:

    „Du willst wissen wo der Meter ist? Morgen früh unter meiner Decke zeig ich dir wo der Meter steht!“

    Was folgte war ein episches Wortgefecht zwischen unserer transsilvanischen Fledermaus Micha und dem schweizer Berglöwen Ingo. Gewinner gab’s dabei
    zwar keinen, dafür aber die Erkenntnis dass wir beide im See versenken hätten sollen als wir noch die Chance dazu hatten. Obwohl, bei Ingo bin ich mir ziemlich sicher, dass das seine Frau über kurz oder lang für uns erledigt.
    Sein Motto „Ich bin nur in der Schweiz verheiratet, also nicht nach EU-Recht“ dürfte wahrscheinlich nur der Kellnerin gefallen haben. Die langen Nächte und der erhöhte Rauschmittelkons um zeigten ihre Wirkung und so nahmen die
    Gespräche fast schon kafkaeske Züge an. Irgendwo zwischen transsilvanischem SPRITZgussgebäck und der Knisterfolie des Flash-J, die es definitiv auch in „silent“ geben sollte, bin ich geistig ausgestiegen. Jens anscheinend auch. Ihm wurde von Anton fachkundig „Tod durch Hund“ attestiert.


    Wenn wir’s schon von Jens haben: Den Gedankengang von unserem Brösel hätte ich gerne verfolgt. Nachdem er sich bestimmt 5 mal verabschiedet und schon mit seiner Frau telefoniert hatte („in ner halben Stunde bin ich da...“) kam auf einmal: „Ach egal, ich bleib!“ Plopp! Bier auf.... GEIL! Am genialsten fand ich aber immer noch Anton, der beim Versuch scheiterte aus 40cm einen
    Bierdeckel in die riesige Feuerschale zu werfen und mich dabei ganz ungläubig anschaute: „Hab ich’s jetzt wirklich geschafft vorbei zu werfen?“
    „Ja, und ganz im Ernst – das sind maximal 40cm Entfernung zu dir“. „ Das Traurige dabei ist... ich war mal in der Nordbaden-Auswahl beim Basketball....Kein Scheiß“
    Irgendwann hat’s mir dann, natürlich nur vor lauter Müdigkeit, die Lichter ausgeknipst. Es muss aber noch ordentlich Abgegangen sein. Zumindest ließ die voll aufgedrehte Musik darauf schließen. Was da abging müsst ihr aber Brösel und Anton fragen.

    Summer Jam 2014 - Tag 3: Gemütlicher Ausklang

    Der Sonntag verlief für mich als Neuling etwas unerwartet, da ich dachte die Jam würde bis Abends gehen. Als Fixel und ich vom Fischen zurückkamen, waren nämlich schon nur noch die Abbauhelfer da. Irgendwie hatten wir im Fischrausch gar nicht mitbekommen, wie sich das Wasser und der Parkplatz nach und nach geleert hatten. Naja egal, dafür konnte auch ich einen relativ schönen Hecht fangen und als Zugabe gab es noch einen ca. 50er Schniepel.




    Auch unser Sportsfreundatze hat an diesem Morgen einen Hecht gefangen – ultra schonend, ohne Haken & ohne Schnur! Nichteinmal Anfassen musste er ihn dafür. Ohne Witz jetzt, die Fritte muss ihm direkt ins Boot gesprungen sein und lebte sogar noch als er sie gefunden hat. Schwein gehabt,
    aber natürlich war seine erste Reaktion: „Wer hat mir den Hecht ins Boot gelegt?“ Der genaue Hergang wird wohl für immer ungeklärt bleiben....


    soweit sogut. Ich freue mich, wenn euch mein Bericht gefallen hat
    Euer Björn alias angelpfeife
    Kommentare 5 Kommentare
    1. Avatar von Hans
      Hans -
      neu erfasst und eingestellt. Hoffe dass jetzt alles funktioniert.
    1. Avatar von Ingo
      Ingo -
      Um so öfter ich den Bericht lese um so besser wird er, nochmal Danke Björn
    1. Avatar von angelpfeife
      angelpfeife -
      Klasse, Danke Hans!
    1. Avatar von Rapante
      Rapante -
      Danke Björn, danke Hans!
    1. Avatar von dani
      dani -
      Schön zu lesen! Arschlochsee gefällt mir auch sehr gut :)