• Edersee 2014 - For those about to Jam


    Geil, wieder ’ne Jam. Bedeutet korrekte Leute am Stacht, viel Zeit auf dem Wasser und genuch Gelegenheiten zum satten Schwatz. Fangen am Edersee is’ ja nich', unken die Mäusemelker, was Quatsch is’, denn es wurde gefangen. Nicht in den von Mäusemelkern gewohnten Forellenpuff-Chargen oder in sternstündigem Ausmaße, auch nicht in der alltäglichen Größenordnung… naja, eigentlich wurde eher wenig gefangen, aber drauf geschissen, damit steht und fällt das Jam ja nicht.

    Der Edersee hat Fisch, viel Fisch, auch schöne, große, fette und prächtige Barsche, Meterhechte und Zanderboliden, keine Frage und erst recht kein Thema. Wir glauben es der Größe und Strukturvielfalt des Sees, doch zuallererst Max' und Ralfs Erfahrungen, die beide viel erfolgreiche Zeit auf dem See verbracht hatten und die gängigen Tagesfänge anderer kannten, bevor wir dort zum Jam zusammenfanden. Dass jeder See unabhängig seiner Fischkapazität auch mal kaum einen seiner Fische hergeben möchte, darf jedem Angler hinlänglich und landläufig bekannt sein. Warum aber zur Hölle mit seinen tausend Peta-freundlichen Teufeln gerade dieses Jamwochenende fischfaul ausfallen musste, ist doch reinster Unfug! Aber auch egal. Es geht ums Jam. Da ging es noch nie um den Fisch

    Jetzt aber eines nach dem anderen:

    Das Jam haben wir in erster Linie Max „Edersee“ zu verdanken. Er lud und

    Birgit und Fabian "Nippon"


    Fin (Maxens Neffe)


    Hans „Hans“


    Jens „Brösel"


    Lukas „DaBass“


    Matze „Der Pate“


    Micha „sp!nner“


    Ralf „Bob“


    Rene „Barschhunter007“


    Silas „Silas.xQ“ Dani „DaGa“ Jonas „JonasM“


    Thomas „tlang78“


    horchten und kamen.

    Hans und ich schlugen bereits am Donnerstag nach „zügigen" vier Stunden Autobahn und Hinterwald-Serpentinen bei Moni am Bootsverleih auf, um flott noch die Karten von der charmanten Chefin persönlich eingetütet zu bekommen, denn wat will man mehr als schnellstens ab aufs Wasser. Karten kosten 20 Euro je Zweitageskartenkarte, denn Tageskarten für einen Tag gibbet dort nicht. 5 Euro pro Tandemkarte noch als Pfand oben drupp und gut is, ab ins Auto, einmal ummen See, hin zum Slipper, Kajaks rinne und zack: Urlaub!



    Der See ist allein im Bereich „Scheid - Bringhausen“, wo wir die Tage ansässig waren, mächtig, hat bei derzeitigem Wasserstand Stellen mit bis zu 20m Tiefe und mit seinen Steilwänden, den Stränden, seinen Bergchen, die tittenhaft aus dem Wasser ragen und den reichlich vorhandenen Segelhäfchen auch genuch „Struktur", was sich auch an einigen Stellen unterhalb der Wasserlinie per Echo bestätigt hat.



    Max, Fin, Thomas, Jonas, Silas und Dani tropften peu à peu ein


    und nach leckerem Starterbier im Lokal



    gab es dann am Steg bei unserer Unterkunft noch ein Angeln auf Zander bei Dunkelheit. Ich Vogel ging zum Auto, dachte „Hast ja Zeit, ist ja noch früh, boah muss ich pinkeln…“ und wurde dann bei Rückkehr furztrocken von Dani und Silas darüber informiert, das dieser beim ersten Wurf nen Zander und jener beim zweiten Wurf och nen Zander gelandet hatte. Joa nä, is klar. Petri vor allem an Dani für seine Zanderpremiere. Damit dürfte sich der Edertripp schon aweng gelohnt haben. Andererseits hatten sich’s die beiden auch vorweg amtlich verdient. Die gurkten nämlich tagsdrauf von Monis Bootsverleih bis zur Homebase per tuckerndem E-Motor gemächlich vor sich hin. Aber was soll's, durch Umwege wird man ortskundig.



    Die Unterkunft war 1A: Strom, Klo, Dusche, Grill, Küche, Teller, Geschirr, Besteck, Kühlschrank und Sitzgelegenheiten genügend inkl. Terrasse mit Blick auf See und hauseigenem Steg. Bombe!







    Der Freitag sollte kurz vor der Sonnenerhebung für uns beginnen. Nachdem Hansens Neffe am Wasser in Karlsruhe beiläufig einmal erwähnt hatte, dass sich die hinteren Sitze meines Meganes lockerst entfernen lassen, schläft es sich jetzt im Auto Fünf Sterne Deluxe. So gut, dass die erste Weckersalve locker überhört wurde, Salve zwei schoss dann um 03:59 Uhr zum Appell, und wat is’? Da hellt es bereits auf.



    Also rausgeschält, Aldis „Hörnchen für Kinder“ weggefrühstückt



    und zügig die Kajaks startklar ausgestattet. Nebenbei gab es die Möglichkeit, unsere Pennkarren beim Haus zu parken, was uns den Umstand ersparte, im Kaff anner Straße zu wegelagern.




    Keine zwanzig Meter später gibt es nen schönen Schlag in die Gerte. Gedrillt hat er Spaß gemacht, gerade in Anbetracht der kurzen Aufwärmzeit von gerade einmal drei Minuten Angelns und der noch massigen Zeit der nächsten Tage. Im Netz sah er dann so aus:



    Im Laufe des Morgens wurde noch 'ne Bucht beackert, da dort Brut satt stand und Barschgeschlürfe zuhauf zuhören war (wie in den darauffolgenden Tagen auch). Warum auch immer bissen die Barsche bloß spitz, wenn überhaupt. Neun Uhr, ab zum Haus, denn mittlerweile waren nun weitere F4Mler eingelassen.

    Nach dem Servus hier und Moinsen dort ging es dann mit der Flotte zu den Segelstegen.





    Per Whatsapp wussten dann Obama und der Rest der Jamteilnehmer was ging. Uns sp!nner wirft seinen ernsthaften MB-Spinnerbait aus und Kladderadatsch hängt er, der Barsch von stattlichen 43cm.



    Schon geil, zumal Rene direkt neben Micha sitzend seinen Spinnerbait auf 5m hat sinken lassen und beim Anzug dann der nächste Kandidat mitfahren wollte: Mit 45cm nochmal daumendick länger.



    Bei sowat freut man sich auch als Mitangler, dickes Petri zu den Ausnahmefischen an diesem Wochenende.

    Ansonsten gab es an diesem Wochenende, wenn Barsch, dann nur die von der Zuppelfraktion. Bis auf Hans, dem in einer Bucht noch ein dicker ü40er ausgestiegen ist. Dammit.

    Zum Mittag ging es noch zum Mittagstisch, wo seitens Micha das Zwiebelroschdbrade-Surrogat "Zwiebelschwein" getestet und für tauglich zertifiziert wurde.



    Dann noch kurz ins Auto ne Runde ratzen und zurück aufs Wasser. Der Rest des Tages wurde bis zur Dämmerung geangelt ohne nennenswerte Fänge.



    Am Abend, nachdem die Belegschaft vollzählig war, schmiss Max den Griller an. Der Grillpantheon an den beiden Grilltagen setzte sich zusammen aus Max, Micha und Rene (wen vergessen?).




    Mit 3 1/2 Kilo Fleisch waren die anwesenden zu genüge versorgt. Ralf ist dann noch des Nachts mit nem Kompagnon bis zum Morgen rausgewesen und hat nen strammen ü40er Barsch und nen schönen Zandern gecatcht.

    Samstag:

    Spätestens an dieser Stelle möchte ich einmal den Finn ins Zentrum des Geschehens rücken.



    Ein 11-jähriger BC-Nerd, der Dank seines Onkels Max die Möglichkeit hat,



    sich das Hobby angemessen draufzuziehen. Er kennt die Begrifflichkeiten aus dem FF, wirft profilike die Baits und hat sich über die vier Tage zwischen all den alten Säcken behaupten können. Nicht bloß gesprächsanteilig, sondern auch anglerisch. Fabian hatte jedem Teilnehmer ein Päckchen der TT-Shads in die Hand gedrückt (besten Dank, Werbung hin, Werbung her, geile Aktion! Schon weil man se eben mal ausprobieren kann: siehe Competition:

    http://www.fishing-for-men.de/showth...hlight=Edersee)

    Hans hatte zwar als einziger auf diesem Köder nen Hecht und nen Barsch landen können,




    aber Finn hatte auf den TT-Shad nicht bloß nen Kurzdrill mit nem 50er/60er Hecht, sondern auch ne Mutti um die 80-90 rum, die leider, leider, leider kurz vor Landung noch den Abgang machte. Fettes Petri Finn, hätte dir den Sieg gegönnt, Großer!

    Richtig geil wurde es allerdings am Samstagnachmittag. Thomas, Max, Finn, Hans und ich hatten uns Richtung Rehbach aufgemacht, dort die Stege abgefischt (wo Hans die dicke Murmel im Drill hatte) und später noch etwas in der Bucht gefischt. Thomas, der uns Kajaker die Strecke Rehbach und zurück zweimal mit seinem Boot taxiert hatte




    und umgekehrt




    (danke noch mal, das war die gediegenste Art des Vorankommens!), hatte mit fünf Barschen und nem Hecht seine Entschneiderung stilecht bosslike begangen. Abends dann ging es los. Laut Hörensagen waren wir mittlerweile an der richtigen Stelle angekommen. Zwei Tage dürsten, keinen richtigen Klopper dran gehabt, viel Zeit auf dem Wasser verbracht und dann gibt es nen Schlag in der Schnur, als hätte einer der Klitschkobrüder angebissen. Die daran anschließende Minute war ein Traum eines Drills. Kopfschläge wie beim Glockenläuten und ein Zug drauf wie die Wolgaschlepper. Und dann der Moment, den man nicht wahr haben will. Nichts, aus, weg. Nach zwei Tagen endlich ein Highlight und schwupp, ab. Dem Drill nach und dem Einstich im Köder vermutlich ein Zander. Schitt inne Bux. Egal, weiter, die Stelle funzte, was zwei geile Bisse noch zu unterstreichen wussten, die ich Dödel richtig schön versemmelt hatte. Zeitgleich hakte sich bei Hans noch ein Hecht auf den TT-Shad ein. Vom Lauf her guter Köder. Angesichts des Wettbewerbes fand sich der Köder dann später noch an verschiedenen Hotspots wieder:





    Fazit:

    Jams rocken. Nicht nur die musikalischen, sondern erst recht die der F4Mlern. Warum? Weil hinter den Avataren und anglizistischsten Usernamen auch diesmal wieder angenehme Hallodris stecken, durch die während der drei Tage am und auf dem Wasser einmal mehr mächtig Kurzweil eingekehrt ist. Weil der unkomplizierte, organisatorische Ablauf einfach stimmt, der nichts Machbares zu wünschen übrig lässt (die Fischfrequenz anner Leine blieb auch diesmal leider ein unplanbarer Faktor). Weil das Erkunden neuer Gewässer geil ist, gerade der Edersee, auch wenn drei Tage lang zu kurz sind, um ein Gewässer dieser Größe auch nur um ein Molekülchen zu erkunden, gerade wenn eine mehrtägige Beißflaute aufgrund des hohen Wasserstands einsetzt. Letztlich hat sich jede Minute dort gelohnt, danke an Max für die mordsgelungene Organisation und deine entspannte Art, den Laden zu führen. Danke an den Rest der Truppe für Humor und Gespräch. Freu mich aufs nächstes Jahr, gleicher Ort, gleiche Zeit

    Aber vorher stehen noch weitere Jams an. Silas und Thomas möchten sich um ein Brombachsee-Jam kümmern (), MSH um ein Berlin-Jam (), der Laacher steht im Juli jetzt an, Summerjam im Oktober... Junge, Junge geil
    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Edersee 2014 - For those about to Jam - Erstellt von: Brösel Original-Beitrag anzeigen
    Kommentare 4 Kommentare
    1. Avatar von barschspezi
      barschspezi -
      sehr schöner Bericht und sieht nach ner Menge Spaß aus
    1. Avatar von sp!nner
      sp!nner -
      Hach, von wegen Spaß.. was haben wir geflucht..





    1. Avatar von baitcast1
      baitcast1 -
      Sehr gut geschrieben! Danke für die schöne Morgenlektüre.
    1. Avatar von dani
      dani -
      Hat Spaß gemacht zu lesen. Danke!